Band 
Neunter Theil.
JPEG-Download
 

Zuftaud der Wissenschaften rc. 329

reichere Malherbe in seinen Arbeiten so glücke xvusich seine Verse fliessend, deutlich und wvhllau.^^""^'rend zu machen. Die unter der Feder dieserSchriftsteller wohl geführte, biegsam und ge-horsam gemachte Sprache mußte sich bald ver-vollkommnen. Es war fast nichts mehr soschwer, das ist ss groß und heickel, daß sienicht mit eigenen Worten, und mit einem je-dem Gegenstände angemessenen Styl ausdrückenkonnte. Alles war in ihrem Vermögen, dir! Beredsamkeit der Kanzel, und jene der Ger^ richtsftühle; die Rechtsgelehrsamkeit und dieGeschichte; d ie Philosophie und die Moral, dieTheologie unld die Controvers, das Trauerspielund die Schutzschrift, das Lustspiel und dieErzählungen , die Ode und das Sinngedicht,

> die Kritik, die Gelehrsamkeit und die hohenWissenschaften. Man sah sie wechselweise! unter den Gesetzen des Genies und des Ger8 schmackes alle Gestallten, alle Töne annehmen,ohne daß man sie der Rauhigkeit und der Frucht-losigkeit beschuldigen konnte. Sie zeigte sichkühn nnd erhaben in dem Korneille; einfachund ungezwungen in la Fontaine, gemein undnatürlich ohne. Niederträchtigkeit in dem Mo-kiere ; viel strenger viel auSgereinigter, undnichts desto weniger voll der Dinge in Despre-I' aux; sanft, zierlich, wohllautend in Racine;li fähig die Leidenschaften, und das Lächerliche,die Tugend und das Laster in dem la Bruiersund la Nochesoueault zu bilden; edel nach-

Zk 5 drück-