Zustand der Wissenschaften re. zzz
sie nach der Hand in Rücksicht des Studierens, xvirund der Vertheidigung der Religion zu bcr 2abrbunb,trachten. Dieses ist der Hauplgegenstand die-ses Abschnittes, wie ihn der Titels ankündi-zet; und wir werden uns befieißen in Anse-! hang dessen dasjenige zu erfüllen, was manberechtiget ist, von uns zu erwarten. Seit^ der Wuderauslebung der Gelehrsamkeit inOccidrnt ermunterte die Nacheiftrung, welchesich unter den Gelehrten aller christlichen Ge-meinden entzündet halte, mit gleichem Eiferaus den Quellen der geistlichen Wissenschaftzu schöpfen; aber diese Quellen konnten ih-nen nicht anders, als durch das Stutircnder alten Sprachen geöffnet werden. DieThätigkeit der Geister wandte sich also gegens Liesen Gegenstand. Da die heilige Sprachealle Titel vereiniget, welche ihr den Vorzug! das ist, das Alterthum, die Würde, denNutzen können, und müssen versichern, sobegriff man wohl, daß man ohne sie sich verge-bens schmeicheln würde, den wahren Sinnder göttlichen Schriften, und folglich derGlaubenslehren, welche sie in sich enthaltenI zu verstehen; und gleichwie die Ketzer die»
^ ftr Zeiten aus dem Mißbranche der heili-j gen Schrift, und die falsche Auslegung derWorte ihren Meynungen ein Ansehen der^ Auctoritat gab, welche blendet, so fühlteman, wie wichtig es war, ihnen dieses Ver-fahrungsmittel wegzunehmen. Viele geistliche
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