ZZ4 XIII Abschnitt '
xvii Gelehrte widmeten sich dem Studiren der heb-Jahrbund-ratschen Sprache, ohne sich von den Schwie-rigkeiten abschrecken zu lassen, womit diesesStudiren zu einer Zeit bedecket war, wo esan Hilfsmitteln fehlte, die sich nach derHand vermehret haben. Die Kenntniß derAussprache führte zur Verständniß des Textes.Mir diesen Schlisseln drang man in das Hei-ligrhum der Schrift noch weiter als jemals«in. Man entfernte durch Zusätze und An»merkungen, wovon der Witz das mindesteVerdienst war, alles dasjenige, was denAuslegern der vorigen Jahrhunderte Schwie-rigkeiten verursachet hakte. Man bestimmteden Sinn der finstern und zweifelhaften Stel-len; man erklärte die Schwierigkeiten derkbronologie; man vereinigte die anscheinendenWidersprüche; man wurde sogar ziemlich ge-scheckt, daß man die Fehler entdeckte, welchesich in den Text geschlichen hatten, und manräumte sie durch gründlich angeführte Ver-besserungen auf die Seite. Die Gesetze,die Sitten , die Gebräuche, die nothwendigenoder angenehmen Künste, die Kleidungen, dieWaffen, das Gewicht, die Mäßerey, die Woh-nung, die Nahrung, mit ein-m Worte,alles, was eine Beziehung auf das hebräi-sch«! Volk hat, alles, was zur Ausleg-«ngder heiligen Bücher, welche die Christen vondemselben evpfanaen haben, dienen kann,wurde von arbeitsamen Leuten hevorgezogen,
und