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Streifzug durch das östliche Ligurien, Elba, die Ostküste Siciliens, und Malta, zunächst in Bezug auf Pflanzenkunde im Sommer 1826 unternommen / von S. Brunner
Entstehung
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entführte mir die Reisekappc weit ins Wasser hinaus. Geduld,rief mir der Capitän zu, ich habe deren mehr denn 20 aufeben diele Weise verloren! Wir näherten uns der calabri-schen Küste immer mehr. Sie hat ein sehr wildes und rauhesAnsehen, im Gegensatz zur flachen Ostlxitze Siciliens, CapPeloro, aus deren äußerstem Ende der Leuchtthurm steht.Um 8 Uhr hatten wir den Eingang deS Pharus erreicht. DieEntfernung beyder Ufer ist kaum eine kleine halbe Stunde, sodaß während des letzten Krieges Franzofen und Engländerhäufig Kanonenkugel» wechselte».

An keine Meerenge dürften sich wohl so viele poetischeErinnerungen knüpfe», als an den Pharus von Mesfina. Esliegt aber derselbe so zu sagen mitten auf der Bühne der un-sterblichen Homerischen und Virgilischen Gesänge und mochte ent-weder ehedem unendlich gefährlicher denn jetzt ausgesehen habenund seither durch Erdbeben umgestaltet worden seyn, oder einerstarken Dosis dichterischer Einbildungskraft vieles von seinerVerruftheit verdanken; oder (und zwar am wahrscheinlich-sten) allerdings den damaligen unvollkommenen Fahrzeugenund der rohen Schifffahrtskunde verderblich gewesen seyn, wassie auch noch heutzutage für Barken geblieben ist, währendgrößere Schiffe bey günstigem Wind und gehöriger Vorsichtohne die mindeste Gefahr einlaufen. Bloß bey stürmischerWitterung zur Winterzeit erheischt der zwischen beyden Kü-sten eingepreßte Luftstrom die besondere Aufmerksamkeit vonSeite des Steuermanns, daß er auf die Mitte des Canalshalte, weil auf der Charybdis-Seite nicht sowohl die Wir-bel (welche der Strom von Aeit zu Zeit wirft und die ansich nichts sind), als vielmehr die, gleich wie beym Donau-strudel, durch sie verkündeten Untiefen dem Fahrzeuge durchAuffahren gefährlich werden können. *) Wäre indessen einSchiffer unvorsichtig genug, sich durch Wind oder Stromauf die calabrestsche Küste treiben zu lassen, alsdann wäre

') Unstatthaft ist wohl die Meynung Baetcls, Briefe Vol. II. p. 68,«>r ob unterirdische vulcanischc Dämpfe etwas hie;u beytrügen.