Band 
Siebendes Jahr 1743.
Entstehung
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94 Gamlrmg merkwürdiger I»keäLMen.

parirung das Schloß Teschen evscuiret, mithin nichts mehr in Böh-men behalten: hierauf scquisleireten beede Theile, der Winter war oh-nehin da , und der Stillstand eben so gut als wenn man ihn ordentlichunterzeichnet hätte : doch geschah auch Vieles >czt auf ein Monat, undwurde er nachgehends nur biß zu dem Präger Schluß immerzu verlän-gert, auch Chur Brandenburg, die übrigen Herzogen von Sachsen, undHerzog Georg von Braunjchweig, eingeschlossen.

Inzwischen suchete der Churfürst von Sachsen auch die übrigenoonfoeclerirten zu gewinnen. Den Canzler Ochsenstern ersuchete er, ermöchte das seinige beytragen , und Teutschland den Frieden mißgönnen:mit Banern suchete er selbst zu sprechen , und bestirnte ihn nach Naum-burg: weil aber selbiger merkte, daß es dieHvartiere haubtsächlich nurbetreffen werde; fände er den Erstem. Jedoch lies er sich nachgehendsbereden, den r. ^n. persönlich zu dem Churfürsten nach Sandersleben zukommen: wiewol es allda, eben der Quartiere wegen , zu einer großenVerläßlichkeit ausschlug , da der Churfürst und Bauer einander dieMeinung sehr derb unter das Gesicht sageten. Chur Brandenburg schobseine rslolurion immer auf , und beschwehrete sich über die Kürze desprasügirten Termines: Herzog Wilhelm von Weimar aber, und dieFürsten von Anhalt, accommoclirten sich bald. Auser dem ward vonSchweden, Frankreich , und den übrigen contoeüek-irten, im ^nusriound kebrusrio zu Worms ein convenc gehalten, und nicht nur von die-sem an den Churfürsten von Sachsen , bey der gemeinen Sache fest zuhalten, geschrieben, sondern auch daß Ochsenstern in Person zu eben den-selben re.sen solle, beschlossen , und , da diese Reise nicht so eilends ge-schehen kunte, inzwischen Feilitsch der Culmbachische Canzler, und Oel-hafen von Nürnverg,nach Dresden abgefertiget.

Nunmehr wurden zu Prag fleißige Betstunden, und andere derCatholischen Kirche gemäße geistliche Übungen angestellet : den Friedenvon GOTT dadurch zu erhalten : sintemal dieser Ort zu dem fernernvongr-ess benennet worden : der sich auch allda den 8 . Kl»rr. angefan-gen : wiewol es seyn kan, daß man diesen Tag nur anfangs zu der Er-öfnung angesetzet : da ich sonst finde , daß die Gesanden erst den - r.dlarc. eingetroffen- Diese waren : von Kaiserlicher Seite : GrafMaximilian von Trautmansdorf, Graf (damal noch Freyherr) Ferdi-nand Sigmund Kurz, und der Reichs Hos Rath Justus Gebhard : vonChur Sachsen : der Geheime und Cammer Rath v. David Döring,nebst den zwey HofRäthen, Abraham von Sebottendorf, und O. Jo-