Band 
Funfzehnder Theil. Vom Jahre 1643. bis 1715.
Entstehung
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416 Sammlung der vornehmsten Friedensschlüße

Frankwlch soll 89.) Es ist zwischen den gemeldten Gevollmächkigten auch ausdrücklich v'ergll-^^.^lakensio. cheft «nd verabschiedet worden, daß die Vorbehaltungen , so in den ein und zwanzigstenballen?und Iwt zwey und zwanzigsten Artikeln der Tractaten zu Verein begriffen seyn, sollen ihren

RechtinderGü gänzlichen und völligen Effect und Wirkung haben und erlangen, also daß man keinete aursühren. einige Erklärung, die Dero wahrhaften Verstand zuwider wäre, möge einbringen,und daß nach derselbigen Folge und Innbalt dem Allerchristlichsten König in Frankreichund zu Navarre, seinen Nachkommen, und die Fug und Recht haben, vorbehaltenseyn, also daß keine Präscription oder Verjährung, noch Verlaufs der Zeit man darrwider möge anziehen, alle Rechten, gerichtliche Anforderungen und Ansprüche, dieihm wißentlich zugehören wegen der gemeldten Königreichen, Länder und Herrschaft,ten, oder sonsten auf eine andere Weiß anderwärts her, um welcher Ursach es seynmöge, welchen Rechten weder er noch seinen Vorfahre» haben ausdrücklich rcnuncirt,oder darauf Verzicht gethan, daß sie dieselbige durch gütliche Weg und mit Recht, undnicht durch die Waffen sollten suchen.

Epsniekdrr« 90.) Auch sollen dem Catholischen König in Spanien, seinen Nachkommen undgleichen. die Fug und Recht haben, vorbehalten seyn (ungeacht etwa» einiger Präscription, Ver-jährung, und Verlaufs der Zeit, die man darüber möge einwenden;) alle Rechte,Gerichtansprüchc und Prätenfionen, die er vermeine ihm angehörig zu seyn, wegen dergemeldten Königreiche, Länder und Herrschaffteu, oder anderster und anderwärts her,um welcher Ursach es sey, welchem er auch nicht, noch seine Vorführer, die Könige,werden ausdrücklich rcnuncirt haben, daß sie dieselbige durch gütliche Weg und mitRecht, und nicht mit den Waffen verfechten und suchen wollten.

Herzog vonSa- 9 r.) Nachdem gemeldter Herr Cardinal Mazarini, Sr. Allerchristl'chsten Ma,voye« soll in die« jcstät Bevollmächtigter hatte dargethan, wie daß, damit man zu einem guten FriedenA"^kiedenetra- desto bester gelangen möge, vsnnörhcn sey, daß der Herzog zu Savoyen, welcher sichschloöen'levn^ in diesen Krieg gemenget, seine Waffen zu der Krone Frankreich verfüget, derer Bun-^ ' desgenoß er ist, soll in diese Friedcnstractaten mit emgcfchloßen werden: So hat Sc.Allerchristlichste Majestät, welche des gemeldten Herzogs zu Savoyen Bestes und des-sen Erhaltung so lieb hat, als seine eigene, wegen der nahen Blutsverwandtschafft undVerbindniß, mit der er ihr zugethan und angehöret; und hat auch Se. CatholischeMajestät vor billig gehalten, daß gedachter Herzog in diesem Frieden, auf Anhaltungund Vermittelung der Allerchristlichsten Majestät eingeschloßen würde: So ist daraufverabschiedet und verglichen worden, daß forthin ein Stillstand aller Fcindsceligkeitenseyn soll, sowohl zu Meer und andern Waßcrn, als zu Land, zwischen Sr. Cathol'-sthen Majestät und dem gemeldten Herzog zu Savoyen, ihren Kindern und Erben,Nachkommen, die bereits gebohren seyn, und noch gebshren werden mögen, zwischenihren Landen, Dsminationcn und Herrschaffken ; item, daß auch die Freundsch aft,Schiffartheu, die Gewerb, und gute Correspondenzen zwischen Sr. gemeldten Maje-stät und des gesagten Heszogs Unterthanen sollen wieder angestellet werden, ohne Unter-scheid der Oerter, noch der Personen ; und sollen gedachte Unterthanen ohne Beschwer»noch Aufschub, wieder in ruhigen Besitz, freye Nießung aller ihrer Güter, Rechten,Schulden, Händel, Zinnßgclder, Ansprüche, Freyheiten und Privilegien, ^as vorArt sie seyn, die einer in des andern Gebieten vor diesem gegenwärtigen Krieg bescßenhat, oder die ihnen in wahrendem Kriege mögen anheim gefallen seyn, und die ihnenmögten seyn verarrestirt und Hinterhalten worden, gesetzet werden: Jedoch daß sie keineWiedergab der Nießung vor das Vergangene, in währendem Kriege, mögen fordern«och begehren,

92.) Zur