Band 
Funfzehnder Theil. Vom Jahre 1643. bis 1715.
Entstehung
JPEG-Download
 

4i3 Sammlung der vornehmsten Friedensschlüße

ibrEfrkitiMt vvyetr, Großmutter des Herzogen zu Mantua , noch hinterstellige Strikt soweit nicht hatdvrchssvmrn-ffa können in unterschiedlichen Conferenzen und Zusammenkünften, die die^Commißarienkirn schlichten. der gemelden Herzogen über dieser Sachen , sowohl in Italien, als in diesem Ort all«hier vorgehabt, in Gegenwart der gemeldten Gevoümächtigten, verglichen und bcyge»leget werden , weil ße sogar weit von einander waren, dieser mit seinen Exceptionen«nd Ausreden, also, daß sie nicht können vor dem Friedensschluß, welcher wegen die,ses Inkereßr allein hat sollen zurück gehalten werden, übereinkommen; So ist verab,schiedet ur^ beliebet wordm , daß die gemeldte Herzogen sollen ihre Commißarien indreysig Tagen nach diesem unterschriebenen Tractat, in Italien versammlen , oder aucheher, wann es seyn kau, an dem Ort , der zwischen dem Herzog von Navaille, undin seiner Abwesenheit des Aklerchristlichsten Königs Gesandten in Piemont, und denGrafen von Fuensaldagna, wird vorgeschlagen , oder auf eine andere Weiß, die siegut befinden werden-, damit durch Unterhandlung der Ministres der beyden Könige,welche viel wird dabey thun können , diesen Vergleich zu erleichtern und zu befördern,sse zugleich au der Zurichtung rmd Ausführung dieses Geschaffts arbeiten, also daß in' vierzig Tagen, nachdem sie sich werden versammlet, haben, diese Verrichtung möge ge,schloßen werden, und die Partheyen sich wegen der Summa, die man schuldig ist,verglichen haben- Und im Fall, daß diese Conftrenz den Effect und Wirkung nichtsollte hervorbringen, den man noch vor dem Frühling, begehrt, öa sich die beyde Ge-vollmächtiqte der zweyen Könige wiederum an den Gränzen allhier werden beysammenfinden: Alsdann wann Ihre Majestäten die Erkänntniß, die ihnen ihre Minist« wer-den haben geben, und die Ursachen beyderseits, und die vorgeschlagene Mittel werdenvernommen haben, «Orden sie dasjenige, welches ihnen recht und billig dünken wird,«rgreiffen, solche Sache dadurch in der Güte zu verglichen und zu schlichten , derge-stalt daß die gemeldte Herzogen können und sollen insgemein vergnüget bleiben. Undihre gemeldte Majestäten werden hernach gleichermaaßen zusanunenlhrm , auf daß das,fettige, was sie werden beschloßen haben, vollstrecket werde, also daß keine Ursach hin-terßeilig bleibe , welche die gemeine Ruhe in Italien ander» möge-

96.) Und dieweil Se- Carhoksche Majestät, nachdem der Herzog von Moden»deuHerrvg t« ^ Psenwnt A. i6s8- verschieden, von feinen Ministern in Italien ist berichtet wox»Modc«« in die den, daß der Herzog von Modrna, sein Nachfolger , ein großes Mißfallen an den Din,Skstratität an. , die in währendem Krieg sind vorgegangen, hat merken laßen, rmd daß er einenfesten Vorsitz habe, Seiner gesagten Majestät in allem Begnügen zu thun, und Siewegen seiner, und seiner Actwnenzu befriedigen , und durch sein Wohlverhalten undWandel feine königliche Wohlgewogenheit zu verdienen , zu diesem Ende hat gedachter:Herzog zu unterschiedlichmmakcn bey dem Grafen von Fuesaldagna Gubernator undCapitän General in dem Maykandisihen Staat gebührend angehalten. In Betrach,tung dieses, und weil der Merchttstuchsie Köm'g sich ins Mittel gelcgek , so nimmt Se-Cathokische Majestät itzt gegenwärtig die Person und das Hauß des gcividtcn Herzogszu seiner Gunst an und auf, weicher forthin kn guter und freyer Neutralität mitden beyden Kronen, Frankreich rmd Spanien leben und handeln wirdUnd sollen seineUnterthanen in den Landen der gemeldten Kronen ein frey Gewerb haben und halten-Es soll auch gedachter Herzog «nd seine Unterthanen lhre Zinnß, Renten und Gna,düngen, die sie werden bekommen haben, oder künftig noch werden mögen von IhrenMajestäten bekommen , genießen , wie sie derer vorhin «ch vor den erregten Waffen»hne Beschwerde pflegten zu genießen.

97.) Se.