III
samkeit, als zu selbständiger Erforschung der Natur anzu-regen. Ich würde es als das grösste Lob meiner Arbeitbetrachten, wenn von ihr gesagt werden könnte, dass siedie wichtigsten Lehren jener Schriften zum Gebrauch deshöheren Unterrichts klar und übersichtlich dargestellt habe.
Nicht verhehlen will ich, dass, neben dem angeführten,noch ein anderer Beweggrund mich zur Veröffentlichung dieserArbeit bewogen hat; die Hoffnung nämlich, dass sie beitragenmöchte, im Unterricht der Physik eine, wie mir scheint,wesentliche Verbesserung anzubahnen.
Die Lehrbücher der Physik beginnen gewöhnlich miteiner kurzen Mechanik, die sich auf die Kenntnisse derSchwere und der einfacheren Maschinen stützt. Es istdieser Gang in der Entwicklungsgeschichte der Wissenschaftgegründet, indem allerdings unsere Mechanik aus den Pro-blemen, welche die Maschinen darbieten, hervorgegangen,und die Schwere die bewegende Kraft der Maschinen ist.Aus gleichem Grunde findet mau in alten Lehrbüchern Trigo-nometrie und Astronomie, oder reine und kaufmännischeArithmetik nicht von einander geschieden, und vor Euclidwurden auch wohl, wie der Name es andeutet, Geometrieund Feldmesskunst zu einer ungeteilten Lehre vereinigt.Selbst W he well, der vorzüglich dahin gewirkt hat, dassjetzt in England dem physikalischen Unterricht ein vorbe-reitender Lehrcurs über Mechanik vorangeht, hat in seinemLehrbuch der elementaren Mechanik die hergebrachte Be-handlung gewählt. Vor einer strengeren Methodik ist jedochdiese Vermengung heterogener Dinge kaum zu rechtfertigen.Der Anfänger, dem man die Erklärung der Natur als dashohe Ziel der Physik in Aussicht gestellt hat, muss verwirrtwerden, wenn er sieht, dass gleich anfangs die Beschreibungund Erklärung von Radwerken, Schrauben, Wagen u. s. w.im hellsten Licht, und die Physik in ihrem am weitesten