MECHANIK.
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man annehmen darf, die Beschaffenheit der in Untersuchungstehenden Körper stimme mit der vorausgesetzten überein.
Das Problem der drei Körper soll die Bewegung vondrei Massen bestimmen , die sich gegenseitig anziehn und bereitseine ursprüngliche Bewegung besitzen. Es hat seit Newton bisauf unsere Zeit die grössten Mathematiker beschäftigt. Die Astro-nomie benutzt die erhaltenen Resultate, indem sie dieselben aufdie Bewegungen von Sonne, Erde und Mond, oder auf diejenigenYOn Sonne, Jupiter und Saturn, oder drei anderer Weltkörperüberträgt, und diese Bestimmungen, welche die gegenseitigeStellung der Himmelskörper auf die fernste Zukunft hinaus be-rechnen, haben mathematische Sicherheit, sofern die Massen dereinzelnen Weltkörper, ihre Bewegung in einem gegebenen Zeit-punkt und das Geselz ihrer Auziehung richtig gegeben sind.
Durch eine Combination von Kräften kann ein Punkt oderKörper bestimmt werden, um eine mittlere Lage sich hin undher zu bewegen; es können ferner diese Bewegungen, oderSchwingungen sich benachbarten Punkten rniltheilen und ineinem ganzen System von Punkten successive Schwingungen,oder Wellenbewegung erzeugen. Die Mechanik behandeltdie Folgen dieser Voraussetzung ganz allgemein und überlässtes der empirischen Wissenschaft, ihre Ergebnisse in der Theoriedes Pendels, in derjenigen der Wasserwellen, in der Akustikund Optik, auf ihre Verantwortung hin zu benutzen.
6. Geschichte der Mechanik.
Ungleich der Mathematik ist die reine Mechanik erst inneuerer Zeit zu einer selbständigen Gestaltung gelangt. Obgleichdie alten Völker in der technischen Mechanik nicht geringeKenntnisse besassen und mit den meisten einfacheren Maschinenbekannt waren, obgleich ferner Archimed die Gesetze desgeradlinigten Hebels und der schwimm den Körper gefunden