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Einleitung in das Studium der Physik und Elemente der Mechanik / von B. Studer
Entstehung
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8. GESCHICHTE DER SPECU1ATIVEN STOFFLEHRE.

statt nach den ursprünglichen Grundstoffen, vorerst nach dendarstellbaren einfacheren Bestandtheilen der Körper zu forschen.Durch die Untersuchungen von Becher 17 ) und Stahl 18 ) überdie Verbrennung wurde den früheren hypothetischen und nichtdarstellbaren Grundstoffen noch das Phlogiston beigefügt, welches,in Verbindung mit verschiedenen Erden, die Metalle zusammen-setzen sollte. Immer mehr traten jedoch, nach Boyle’s Vorgang,unter den arbeitenden Chemikern speculative Theorie’n in denHintergrund, die hypothetischen Grundstoffe verschwanden, sowie man empirisch zu klaren Ansichten über die Zusammensetzungder Stoffe gelangte, bis zuletzt auch das Phlogiston durch La-voisier 21 ) verdrängt, und der Wahn, die ursprünglichen Grund-stoffe auffinden zu wollen, aufgegeben wurde.

Die Speculation über das Wesen der Materie wurde indessauf anderen Gebieten fortgesetzt. Gassen di hatte der herr-schenden Philosophie des Aristoteles die Atomistik von Epikurentgegengestellt und mit allen Waffen seiner vielseitigen Kenntnissevertheidigt. Der Sensualismus von Locke und die Leichtigkeit,den Atomismus mit den Voraussetzungen der Mechanik und Chemiein Verbindung zu setzen, gaben diesen Ansichten neuen Halt undführten zu den materialistischen Systemen der Engländer undFranzosen. De scart es dagegen bestritt, sowohl die Atome,als den leeren Raum, nahm aber drei, in's Unendliche theil-bare Grundstoffe an, einen von grösster Beweglichkeit und jede^Gestalt annehmenden, aus welchem die Sonne und die Fixsternebestehen, einen zweiten, aus kuglichten Theilchen bestehenden,der den Weltraum erfülle , und einen gröberen, daher wenigerbeweglichen, aus dem die Erde, die Planeten und Cometen zu-sammengesetztseien. Le Sage 20 ) arbeitete viele Jahre an derEntwicklung einer atomistischen Theorie, die sich grossentheilsan die Wirbeitheorie von Descartes anschloss, ausserdem aberviele willkürliche Voraussetzungen enthielt und die Schwere,Elaslicität, Affinität auf ursprüngliche Bewegung zurückführte.