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Einleitung in das Studium der Physik und Elemente der Mechanik / von B. Studer
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ti. DIE INDUCTIVE NATURWISSENSCHAFT• 75

r = a 4 - b cos <p 4 ~ c sin f + d cos 2 <p 4 - e sin 2 ^-f- f cos 3 q 4 - ...

worin r die von <p abhängige Grösse , a, b, c . . . die aus denBeobachtungen zu findenden Constanten bezeichnen, und <p derin Graden ausgedriickte entsprechende Theil der Periode ist.Schreitet z. B. die Grösse r nach Tagesstunden, oder nachMonaten fort, so ist, im ersten Fall, <p = 15°, 30°, 45°....im zweiten Fall, <p — 30°, 60°, 90°.... zu setzen. Häufigwird folgender Form der Reihe der Vorzug gegeben

r„ = a + b sin (n p 4 * in) -f- c sin (2 n <p + m')d sin (3 n <p 4" m") + • ■ •

worin r„ der dem n tc “ Glied der Periode entsprechende Werthvon r ist, und m, m', m". . . constante durch die Beobachtungzu bestimmende Winkel bezeichnen.

Die höchste Stufe der Induction strebt nach obersten Prin-cipien, die sich als erklärende Ursa ch en eiuer ganzen Gruppeverwandter Thatsachen und Naturgesetze darstellen. Dieselbenerscheinen als nicht weiter ableitbare Kräfte, oder als Thätig-keiten, Bewegungen, die durch Kräfte hervorgerufen werden.Die allgemeine Anziehung, Gravitation, Schwere, welche dieBewegungen der Himmelskörper, den Fall der Körper, das Gleich-gewicht der Meere, das Fliessen der Ströme und viele andereErscheinungen beherrscht, ist ein Princip ersterer Art; die durcheine uns unbekannte Kraft erzeugten Vibrationen eines hypothetischangenommenen Aethers, durch welche sich alle Lichterscheinungenerklären lassen, und auf welche einst vielleicht auch die Er-scheinungen der Wärme zurückgeführt werden können, gebenein Beispiel eines Princips letzterer Art. Es könnte scheinen,das letztere Princip stehe auf einer tieferen Stufe, als das erstere,da es noch nach einer Ursache der Vibrationen fragt. Es ent-springt jedoch diese Frage nur aus der niemals zu befriedigendenVorstellung der Causalität, die uns ebenfalls drängt, nach einerUrsache der Gravitation zu forschen. Die wesentliche Eigen-