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I. Band.
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F6 XIII. Capit. Nothwendigkeit richtiger Tabellen

hältnis ihres Unterhalts übersteigen. Könnten wir nur die Geburts- und Ster-belisten von der Stadt Rom sehen, so lang sie in ihrer grössten Herrlichkeitwar; oder hätten wir dergleichen Listen von den Zuckercolonien in America,wo Sclaven aus Asrica hineingeführt werden, und wir rechneten die Anzahldieser eingebrachten Sclaven zur Anzahl der in den Golonien Gehörnen hinzu,und setzten dabey voraus, daß die Colonie weder im Wachstum, noch inder Abnahme begriffen sey: alsdann würde eine gleiche Anzahl Geborner undVerstorbener herauskommen. Allein, ich kann nicht änderst vermuthen, alsdass das Verhältnis ihrer Anzahl zur gekämmten Volkzahl der Colonie weit ge-ringer seyn würde, als in irgend einem europäischen Staate, wo die Sclavereyeingeführt ist.

Man könnte vielleicht denken: Wenn alle Leute heirateten, so würdesolches eine ungemeine Vermehrung des Volks zur Folge haben. Ich sage: Kein.Und gesetzt, es wäre dem also, was für eine Art der Vermehrung würde diesesseyn? Line Menge Kinder, die nie das männliche Alter erreichen; oder Li-tern, die, damit ihre Kinder Brod haben, selbst verhungern müssen; kurz,eine unbeschreibliche Vermehrung des Elends. Also können wir aus den Ster-belisten und dergleichen Tabellen weiter nichts als dieses lernen, daß, wennmehr Menschen geboren werden, als sterben, und die Gehörnen alle im Lan-de bleiben, die Anzahl der Einwohner zunehmen werde, hingegen abneh-men müsse, wenn mehrere sterben, als geboren werden. So lang aber dieSummen der Gehörnen und Verstorbenen einander gleich sind, so läßt sichkein sicherer Schluß auf die Volkanzahl überhaupt ziehen; denn diese wirdum so viel geringer seyn, je mehr unrechtmässig erzeugte Kinder in die Weltgesetzt werden, und im umgekehrten Falle wird sie grösser seyn. Es hängtnoch immer eine Wolke über diese Materie; vielleicht dient nachfolgendesExempel zu einiger Aufklärung, Wir wollen setzen, ein Land hätte 6 Mil-lionen Einwohner; davon stürbe jährlich ein Drittheil, welches aber jährlichdurch die Zeugung wieder ersetzt würde, so dass in jedem Jahre 200000 ster-ben, und eben so viele geboren werden; jede drey Ehen gäben jährlich einKind, und es wären folglich 600000 Ehen vorhanden; übrigens bliebe dieQuantität der Lebensrnittel immer eben dieselbe, ohne daß es möglich wäre,sie zu vermehren. Würde nicht hieraus folgen, daß die Volkanzahl unmög-lich zunehmen kann? Nun wollen wir setzen, die Anzahl der Ehen stiege bis

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