für jede Classe Einwohner.
auf eine Million: so sage ich, die Wirkung hievon würde seyn, entweder,daß die Ehen überhaupt minder fruchtbar würden, oder daß, wofern sie ebenso fruchtbar als vorhin blieben, fowol die Geburts- als Sterbelislen die Summevon 333333 aufzeigen müßten, das ist, die Anzahl der jährlichGebornenundGestorbenen würde sich zur geßmmten Anzahl der Landeseinwohner verhal-ten wie i zu 18, da sie sonst wie i zu 30 stand. Da nun dieser Zuwachs derSterblichkeit vorn Mangel der Nahrung herrührt, so müssen entweder die Jun-gen um der Alten willen, oder diese um jener willen, verhungern; oder, wel-ches der wahrscheinlichste Fall ist, die Armen müßten um der Reichen willenverhungern. Was würden in allen diesen drey Fällen für Folgen entstehen?Im ersten Falle würde man finden, daß sich die Anzahl der 6 Millionen Ein-wohner verringerte; weil die Anzahl der grossen Verzehret’ steigen, und dieSterblichkeit unter den Kindern überhand nehmen würde. Im zweiten Fallewürde die gesetzte Anzahl der 6 Millionen Einwohner grösser werden, weildie Anzahl der kleinen Verzehret' steigen, und die Sterblichkeit unter den El-tern einreisten würde. I111 dritten Falle würde die Anzahl der Einwohner soziemlich einerley bleiben: aber Elend und Noth würde die niedrigern Classenalle aufreiben. Man hat ausgerechnet, daß in Ländern, wo die Volkanzahlnicht zunimmt, die eine Hälfte Menschen vor Erreichung der Mannbarkeitwegstirbt; und hieraus schließe ich, dass zu viele Menschen geboren werden.Wenn man daher auf Methoden fällt, gewisse Krankheiten für Kinder wenigertödtlich zu machen, so wird alles Gute, das man dadurch erhält, überhauptdarin bestehen, daß man die alten Leute der niedrigern Classen noch unglück-licher macht; denn wenn die Kinder beim Leben erhalten werden, so müssendie Alten sterben.
Bey diesen Speculationen kann ich meinen Wunsch nicht bergen, daß ichsolche Sterbelisten sehen möchte, die sowol für die verschiednen Classen, alsauch für die verschiednen Alter der Einwohner eingerichtet wären. Hättenwir dergleichen vor uns, so wäre es eine leichte Sache, wahrzunehmen, obdie Sterblichkeit unter Kindern von Krankheiten, denen die Kindheit noth-wendig unterworfen sey, oder aus einer übertriebenen Zeugung herrühre.Solange man uns nicht mit solchen Listen verstehet, bleibe ich so ziemlichüberzeugt, dass jene Sterblichkeit der letzteren Ursache zuzuschreiben sey;und bewiese dieses selbst die Erfahrung, so würden meine dargelegten Grund-sätze