der Handlung und Industrie. 28^
in einen neuen Canal leiten, welcher weit geschickter ist, der erstorbenenauswärtigen Handlung ein neues Leben zu geben, und das gemeine Beste zubefördern, da nunmehr die Nachfrage der Auswärtigen die Stelle erfüllen muss,die bisher die Nachfrage des einheimischen Luxus eingenommen hatte.
Ich hoffe, daß man aus dem Bisherigen die politischen Wirkungen desLuxus, oder des Aufwands in entbehrlichen Sachen, zur Gnüge verstehenwerde. Bisher hab ich diese Wirkungen nur in so fern betrachtet, als sie de-nen Glasten, die sich davon nähren müssen, vortheilhaft sind. Künftig werdeich bey einer andern Gelegenheit zeigen, wie sie auch einen Einfluss auf dieAuflegung der Taxen haben, und wie durch den übertriebenen Aufwand derReichen die Wohlfahrt eines Staats leiden könne.
Wenn alle auswärtige Handlung aufgehört hat, und sich auf keine Weilewill zurückrufen lassen, und wenn nunmehr ihre leere Stelle durch die einhei-mische Consumtion besetzt worden ist, damit die vorräthigen Waaren Absatzfinden, und ihre Verfertiger Brod haben mögen: alsdann müssen wir wiederumnach den Grundsätzen des ersten Buchs raisonniren. Der Staatsmann bekommtnoch einmal sowol die Verschaffet ( Producers ) als die Verbraucher ( Confumers )unter seine Vorsorge: Die Verbraucher, das ist, diejenigen welche den Auf-wand machen, können ohne Beschässtigung leben: die Versehasser aber kön-nen es nicht. Erstere haben selten die Protection des Staatsmanns nöthig:Letztere aber können ihrer nicht entbehren. Es ist ein beständiges Schwankender Balanz zwischen diesen zwo Classen, aus welchem Schwanken sich eineMenge neuer Grundsätze erzeugen, welche die Administration der Regierungunendlich schwerer machen, und große Talente in der Person des Staatssteu-ermanns erfodern. Ich werde hier nur die vornehmsten Wirkungen desSchwankens und Ueberschlagens dieser neuen Balanz auszeichnen, und in denfolgenden Capiteln sie klarer ins Licht letzen.
1. Je ausschweifender die Liebhaber des Luxus sind, desto reicher wer-den die, welche die Werkzeuge dazu verfertigen; und wenn jene bankerottwerden, so füllen diese ihren ledigen Platz aus.
2. Wenn jene sparsam und wirthschaftlich werden, so geht es diesenkümmerlich; wenn jene anfangen Schätze zu sammeln, und eine einfache Le-bensart zu führen, so ist es mit diesen gar aus. Alle Extremitäten taugennichts.
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3. Wenn