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I. Band.
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5>Z6 XV. Capit. Grundsätze zur Bevefligung

3. Wenn der jährliche Ertrag aus den in einem Lande confumirteaWerken der Indüslrie die jährlichen Einkünfte derer, welche nicht arbeiten*übersteigt, so muß von den Consomirern, mittelst einer proportionirlicheüVeränderung ihrer Güter, das gehörige Saldo an die Bcfriediger ihrer Bedürf-nisse bezahlt werden. Dieser schwankende Zustand der Balanz giebt einen sehrrichtigen Begriff von dem, was durch relativen Profit und Ferlufi verstandenwird. Die Nation verliert hier nichts durch diese Verwechselung der Umstände.

4. Wenn hingegen der jährliche Ertrag aus den in einem Lande consu-mirten Werken der Industrie nicht bis zum Werthe der Einkünfte derer, dienicht arbeiten, hinan steigt: so muss das, was von diesen Einkünften erspartworden ist, entweder zurückgelegt, oder in Gold- und Silbergefäße verwan-delt, oder an Fremde ausgehebert, oder für auswärtige Confumtionsartikelmit guter Manier aus dem Lande geschickt werden.

s. Wenn auf keiner Seite ein Ausschlag ist, das ist, wenn die einhei-mische Consumtion gerade so viel kostet, als die jährlichen Einkünfte von demFonds betragen: so stehn die beiden Wagschalen einander gleich. Ich willitzt nicht entscheiden, ob in einem Lande, wo keine auswärtige Handlung ist,(und von dieser ist hier die Rede) ein so vollkommenes Gleichgewicht einen un-verbesserlichen Zustand anzeige? oder ob es besser sey, wenn die zwo Wag-schalen immer hin und her wanken? So viel kann ich aber wol behaupten, daßalleUmstürzungen der Balanz, auf welcher Seite sie sich immer eräugen mögen,unfehlbar-schädlich seyn müssen, und daher möglichst verhütet werden sollten.

Genug für itzt von einer Materie, dieichin der Folge vollständiger abhan-deln werde. Wir wollen nun unsce Aufmerksamkeit auf das Interesse einesVolks richten, welches sich aus allen Kräften mit der auswärtigen Handlungemporzuschwingen sucht. So lange diese Denkungsart herrscht, so ist desStaatsmanns Pflicht, daß er bey seinem Volke die Sparsamkeit, Mäßigkeitund Arbeitsamkeit auf alle Art befördere, den auswärtigen Nationen aber einenGeschmack an allerley entbehrlichen Sachen beizubringen suche.

So lang einVolk an der grossem Ausbreitung seiner auswärtigen Handlungarbeitet, so wird man zwischen den einzelnen Mitgliedern des Staats keine sogenaue und innige Verhältnisse gegeneinander wahrnehmen, als da, wo dieVerschaffer und die Consumirer zu einerley Societät gehören. Eine solcheHandlung führt allemal eine gewisse Dependenz von den Auswärtigen mit sich,

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