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I. Band.
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der Handlung und Industrie. 2§7

der man sich auf keine Weise entziehen kann; und zwar thut diese Dependen2eben die Wirkung, als wenn die wechselseitige Dependenz zwisehen den Lan-desbürgern noch immer fortdauerte. Nun besteht aber, wie ich schon erin-nert habe, der Nutzen der Abhängigkeiten darin, daß ein gefellsehaftlichesBand geknüpft wird, vermöge dessen die Dürftigen vomUeberfluß des Reichenleben, und die Menschen in Frieden und Eintracht zusammen bleiben.

Durch Handlung und auswärtigen Verkehr entsteht demnach? eine neueArt der Societät zwischen den Nationen; und dadurch wird dem Staatsmannsein Amt weit schwerer gemacht. Er muß eben sowol, als vorher, dafür sor-gen , daß es seinem ganzen Volke nie an Nahrungsmitteln und andern noth-wendigen Sachen, und nie an Besehäfftigung fehle. Allein, da selbst dieseUmstände, wegen der Connexion, die nunmehr sein Volk mit den Auswärti-gen hat, von der Unterhaltung einer guten Correspondenz mit den benach-barten Nationen dependiren: so muss ersieh die gehörige Kenntnis ihrer in-nerlichen Staatsverfassung erwerben, damit er, so weit es möglich ist, dieInteressenten beider Nationen miteinander vereinige, indem er die Fremden,wofern kein Gold und Silber von ihnen zu erholen ist, aufmuntert, lautersolche Artikel, die man am wenigsten entbehren kann, zu liefern, und dage-gen lauter entbehrliche und der geschwindesten Consumtion unterworfene Ar-tikel anzunehmen. Und zuletzt muß er seinem eigenen Volke einen Geist desWetteifers in Ausübung der Frugalität, 'Massigkeit, Wirthschaftlichkeit, undin der Application zu Arbeit und Künsten, beibringen. Wenn dieser Geistder Nacheiferung sich nicht erhält, so wird ein andrer an seine Stelle kommen;denn Nacheiferung ist von der Natur desMensehen unzertrennlich; und wenndie Bürger nicht dahin gebracht werden können, daß sie in Ausübung derMassigkeit mit einander wetteifern, so wird der Reichtum, den sie erwerben,sie gar bald veranlassen, den Fremden in Ansehung des Luxus und der Verschwen-dung den Rang streitig zu machen.

So lang bey einer handlungtreibenden Nation ein Geist der Massigkeitherrscht, so mag man versichert seyn, daß sie andern Nationen, mit denensie Verkehr treibt, um soviel an Macht und Reichtum überlegen seyn wird,um soviel sie dieselben an Massigkeit übertrifft. Nach Macht und Reichtumzu streben, ist den Menschen sehr erlaubt, wenn sie diese Vorzüge dadurcherkaufen, daß sie es andern an Mäßigkeit, einem der Nacheiferung so würdi-gen Gegenstände, zuvorthun. Lagt