der Handlung und Industrie. - - 29 t
c findet sich,' daß der Mangel auswärtiger Nachfrage von den grossemnatürlichen Vortheilen andrer Länder herrührt, so muß er sichs desto angele-gener seyn lassen, dem Luxus seiner Nachbarn allen möglichen Vorschub ziithun; in seinem Lande muß er die Simplicität erhalten, die Gratification aufdie Ausfuhr erhöhen, und keine Kosten scheuen, wodurch er den Handwerks-leuten aufhelfen kann, wenn die Kosten ihres Unterhalts den Verdienst ihrerIndustrie übersteigen.
So lang der Staatsmann in diesen Stücken ohne Uebereilung und mitBeharrlichkeit zu Werke geht, und so lang die Lockungen des erworbenenReichtums ihn nicht an der Ausführung hindern: so darf er versichert seyn,die Fremden werden seine Häven wieder besuchen, sobald ihre eigene Ver-schwendung und unwirtschaftliche Lebensart gerade so viel wegnehmen, alsdie Vortheile einbringen, welche ihnen die gütige Natur vor ihren sparsamenund fleissigen Nachbarn gewähret hat.
Wird dieser Plan durchgesetzt, so wird sich die auswärtige Handlung«ach Proportion des Zuwachses der Einwohner vermehren; und der einhei-mische Luxus wird nichts weiter als ein in den Händen des Staatsmanns be-findliches Werkzeug seyn,- dessen sich derselbe zur Vermehrung der Nachfragebedient, wenn im Lande mehr Waaren verfertigt worden sind, als die ein-heimische Consumtion bedarf. Mit andern Worten: er wird den reichen Bür-gern Anlaß geben, den überflüssigen Warenvorrat zu conscimiren, um, zumBesten der Fleissigen und der Nation, die Balanz gleich zu erhalten.
Bey diesem ganzen Plan kommt es auf die Anwendung folgender dreyGrundsätze an, die sehr leicht zu fassen sind.
. Erstlich: In keinem Lande, welches seine auswärtige Handlung mit allerMacht höher treiben will, muß eine auswärtige Concurrenz um die unentbehr-lichsten Artikel, und am allerwenigsten um Lebensrnittel, auf eine solche Artverstattet werden, daß die Preise über ein gewisses Maaß steigen können.
Zweitens'. Keine einheimische Concurrenz um überflüssige Artikel mußso verstattet werden, daß die Preise über ein gewisses Maaß steigen können.
Drittens : Wenn die Preise nicht auf dem ordentlichen Fuße erhaltenwerden können, sondern aus natürlichen Ursachen höher steigen: so müssenöffentliche Gelder in die eine Wagschale beigew'orfen werden, um die einhei-mischen Preise den Exportationspreisen gleich zu machen.
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