XXL Cap. Von den physischen
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II. Ich habe schon öfters angemerkt, dass eine Concurrenz zwischenHandwerksleuten von einerley Profession, den Prosit ihrer Arbeit verringere.Hieraus folgt, dass bey solchen Künsten, wo die wenigste Concurrenz gefun-den wird, der grösste Prosit gemacht werden muss. Es verhindern aber ver-schiedne Umstände diese Concurrenz. i) Eine außerordentliche Geschicklich-keit, besonders in solchen Künsten, wobey es auf die allergenauste Richtig-keit ankommt, z. E. bey der Kleinuhrmacherkunst, bey allen Gattungen derMahlerey, bey Verfertigung mathematischer Instrumenten u. d. g., welcheslauter Sachen sind, wo ein berühmter Künstler gewissermaßen über die Mög-lichkeit, Rivalen zu bekommen, hinausgesetzt ist, und, wie die Erfahrungzeigt, immer Herr des Preises bleibt, den er auf feine Kunstwerke zu setzenbeliebt. 2) Die Schwierigkeit, zu der erfoderlichen Gefchicklichkeit zu ge-langen, indem die Lehrjahre theils gar zu lange währen, theils gar zu kostbarsind. Auf diese Art kann unmöglich eine sehr zahlreiche Concurrenz entstehn.Derer sind sehr Wenige, die, bey einem so hinlänglichen Fond, daß sie denVerlust, der ihnen aus einer fruchtbaren Application in einer ganzen ReiheJahre zuwächst , nicht sonderlich zu achten nöthig haben, zugleich eineunwiderstehliche Neigung und das nöthige Genie zu dergleichen Kunstzweigenbesitzen. 3) Es giebt Viele, die zwar, ihrer Fähigkeit und Wissenschafthalber, als Concurrentcn auftreten könnten, aber für andre Professionistenoder Künstler arbeiten müssen, weil sieden zu ihrem Metier erforderlichenVerlag, in Ansehung der Geräthschaft, Maschinen, Wohnung u. s w., nichtbestreiten können, und also ausser Stand sind, ihr eigenes Wesen anzufangen.Dergleichen Umstände verhindern die Concurrenz, und halten dem großenProsit gleichsam den Rücken. 4) Die Meister in einer Profession vergrößernihren Profit sehr beträchtlich, indem sie den Prosit von der Arbeit ihrer Ge-sellen mit diesen theilen; und zwar sind sie allerdings dazu berechtigt, da sieihren Gesellen einen zuverlässigen Verdienst schassen, welche, da sie wegenihres physisch ßemthigten nicht in Verlegenheit seyn dürfen, und, nach Maas-gabe ihrer Gefchicklichkeit, noch etwas mehr, als soviel, verdienen, ihrenProsit willig mit ihrem Meister theilen, y) Die wirksamste Ursache beträchtli-cher Gewinne besteht in einer recht guten Wirthschaft und IparlamenLebens-art. Nach Proportion des Zusammenflusses und der Verbindung dieser Um-stände , wird sich der Nahrungszustand der Handwerksleute und Künstler
ver-