mit lauter inländischen Naturproducien. 37 ^
handeln, der zu einer Zeit, da die öffentliche Sicherheit erfodert, dass dieAnzahl der Verfertiger der Werkzeuge des Luxus verringert werde, noch im-mer neue Aufmunterungen zur Vergrößerung des Luxus geben wollte. Thuter ihm bey solchen Umständen keinen Einhalt, so wird die Nachfrage dasrechte Maas überschreiten; die Lebensrnittel werden täglich theurer werden;und die deswegen höher gestiegenen Preise werden die erstorbene auswärtigeHandlung nicht wieder aufleben lassen; ein Gegenstand, den ein kluger Staats-mann nicht einen Augenblick aus dem Gesicht verlieren sollte.
Um dieser und andrer solcher Betrachtungen willen geschieht es, daß vielekleine Staaten ihre Hauptstadt bevestigen; daß sie beständig ein Corps Trup-pen im Sold haben, welches* gegen die Anzahl der Einwohner gerechnet,sehr stark ist; daß sie Arsenale anlegen, und mit allerley Kriegsgeschütze an-füllen; und daß sie zur Einschränkung des Aufwands und Hemmung des Lu-xus dienliche Gesetze und Verordnungen machen. Wahrlich vortrefflicheAnstalten! Ihr Territorium kann weder erweitert, noch verbessert, und dieAnzahl seiner Einwohner kann nicht vermehrt werden, ausser auf Kosten desReichtums dieser Staaten; denn von Einwohnern, die ihren Lebensunterhaltauf Kosten der Fremden gewonnen haben, ist nun nicht mehr die Rede. Stün-de es also den Bürgern solcher Staaten frey, aus dem Ueberfluss ihres Reich-tums so vielen Leuten Brod zu schaffen, als sie zum Behuf ihrer Ausschwei-fung unterhalten können: so würde der öffentliche Fond beständig um so vielabnehmen, als diejenigen Lebensrnittel am Werthe betragen, welche fürdiele überzähligen, auf Kosten ihrer luxuriösen Mitbürger lebenden Einwoh-ner aus der Fremde ins Land gebracht werden.
In andern Staaten, welche weitläuftiger, durch ihren Reichtum mäch-tiger, und von Natur und wegen ihrer Lage stärker sind, und deren Sicher-heit mit dem allgemeinen europäischen Staatssystem dermaßen zusammen-hängt, daß sie nicht befürchten dürfen, erobert zu werden, kurz, in solchenStaaten, wie Spanien, Frankreich, Grosbritannien &c. sind, da kann derzunehmende Luxus wenig Schaden anrichten, weil diese Länder noch immerauf eine unendliche Art verbessert werden können.
Nur muß der Luxus nicht auch bey den niedrigern Classen des Volkseinreisten. Hier sollte ihm der Staatsmann auf alle schickliche Weise Einhaltthun: sonst ist schlechte Hoffnung vorhanden, jemals wieder eine auswärtige
Hand-