find der größten Auf.'merkjamkeit eines Staatsmanns würdig. 4.1 5
machen reißen, damit er die Taxen, womit er fein Volk zu belegen gedenkt, verhältnis-mäßig bestimmen könne. - .
Bey der Abhandlung dieses dritten Gegenstands, auf welchen ein Staats-mann aufmerksam seyn soll, will ich mich lediglich an solche Grundsätze hal-ten , wodurch die Nothwendigkeit gewisser Taxen einleuchtet, die einemVolk aufzulegen sind, das den Aufwand liebt, und durch die Handlung reichgeworden ist, und unter welchem diejenigen, welche vorn Fleiß ihrer Hände le-ben müssen, nicht länger subsistiren können, als solang in diesem Lande einestarke Circulation im Schwange geht.
In jedem Falle, wo die Wage des Vermögens durch die Circulation er-schüttert wird, und auf der einen oder andern Seite den Ausschlag droht, fin-det sich Gelegenheit, auf consumirliche Waaren Imposten zu legen, die aber alle-mal mit der Grösse der Circulation in Verhältnis stehen müssen. Durch der-gleichen Auflagen nun, und durch ihre gute Anwendung hat es ein Staatsmann infeiner Gewalt, jeden Zweig inländischer Industrie sortwachsen zu lassen, oderauch abzubrechen. Durch Auflagen kann er den Luxum, der zu weit umsteh greift, und gar zu viel fleißige Hände von viel nothwendigern Arbeitenabruft, einschränken. Durch Belohnungen und Gratificationen aber, kann erdie Consumtion im Lande, oder auch den Exportationshandel, in Ansehungsolcher Zweige der Industrie, womit weit mehrere Hände mit Vortheil be-sehäfftigt werden könnten, befördern; alsdann aber finden keine ImpostenStatt. Noch ist ein dritter Weg vorhanden: Der Staatsmann kann nämlich,wenn das auswärtige Verkehr anfängt, mit der inländischen Consumtion inschwaches Verhältnis zu gerathen, von dem Luxus Nutzen ziehen, und einenTheil des Vermögens seiner Nation gar füglich dem öffentlichen Schatze ein-verleiben, indem er die Auflagen alhnälich vermehret: denn wenn dergleichenAuflagen, Vermögenssteuren u. d. g., nur allmälicb gesteigert werden, so lei-det darunter der Aufwand gar nicht, und behält seinen Fortgang; folglich istdieses die beste Methode, welche man ergreifen kann, solang der Luxus nochunschädlich ist. Allein, sobald er anfängt, gar zu starkeinzureissen, und rui-nirlich zu werden, so müssen die Auflagen plötzlich steigen, damit sie die Wir-kungen jeder andern gewaltsamen Revolution hervorbringen, die allemal mitgewissen Unbequemlichkeiten verknüpft sind, und gleichwol durch eben der-gleichen Unbequemlichkeiten und Collisiones die gute Wirkung der Operationandeuten. Ein Gleichnis soll dieses heller an den Tag legen. Wenn