Band 
I. Band.
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ist einerley mit der Hcmdhmgsbalanz. 4.39

der an sich zu ziehen, die hernach für die Höflichkeitsbezeigungen, welchedie Gesandten ihres Landes bey uns genossen, theuer genug werden bezahlenmüssen. Ich komme wieder zur Sache.

Ohne in den Rechnungen über Ein-und Ausfuhr sehr bewandert zu seyn,oder eine sehr genaue Vergleichung der verschiedenen Wechselcourse zwischenden verschiedenen europäischen Handlungsplätzen anzustellen, darf ein Staats-mann sich nur immer nach folgender Maxime richten: Soviel die Nation, dieer regieret, an ausländischen Waaren consumiret, um soviel hat sie die Hand-lungsbalanz zu ihrem Nachtheil: und soviel sie an eigenen Producten undWerken der Industrie bey den Ausländern abfetzt, um soviel hat sie eine vor-theilhafte Handlungsbalanz.

Eine Nation kann gewissermaßen einem Landedelmann verglichen wer-den, der von seinen Ländereyen lebt, diesem ganzes Vermögen ausmachen.Er zieht aus denselben unmittelbar seine Lebensrnittel, und zu den Kleidern,die er trägt, ist vielleicht das Tuch und Leinen in seiner Familie gesponnenworden. Wenn er so sehr wirthschaftlich lebt, daß er nie etwas auf demMarkt einkauft, so ist jedes ersparte Product, das er verkaufen kann, so gutals baaresGeld für ihn. Will er sich dann und wann mit einer Bouteille Wein,der nicht auf seinem Boden wächst, gütlich thun, so muss erste, mit demBeutel in der Hand, kaufen; und sobald seine Bouteille ausgetrunken ist, soist er um soviel ärmer, als vorher. Geht er noch weiter, und vergrößert seinenAufwand in Dingen, die er alle kaufen muß, so wird endlich alles Geld ausseinem Beutel fliegen, und er wiederum genöthigt seyn, blos von den Pro-ducten seiner Länderey zu leben. Wenn dann dieser Landedelmann ärmerwird, so muß gewiss jemand reicher werden; und da dieser Reichergewordenenicht aus seiner Familie ist, so muss es einer von seinen Nachbarn seyn.

Eben so muß eine Nation, die nicht nöthig hat, das zu ihrer eigenenConsumtion Erforderliche von fremden Märkten herzuholen, unfehlbar nachMaasgabe ihrer Exportation reich werden.

Diese Reichtümer nun werden nicht nach Proportion der einheimischenConsumtion in Naturproducten undManufacturwaaren, sondern nach Propor-tion des aus ihrem Verkauf gelöseten Geldes, im Lande circuliren; und derUeberschuß von diesen Reichtümern wird auf eine oder andre Art, in denHänden der Geldsammler, die wenig verzehren , stocken.

Solang