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I. Band.
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442 XXIX. Cap. Gradation der Handlung mit] Auswärtigen

es mit ihnen zu einer solchen Gleichheit kommen möchte. Bey der Frage,die wir hier vor uns haben, versteht man durch die zum Nachtheil einer Na-tion anschlagende Balanz den Verlust ihrer Superiorität. Wenn also einerNation, die, in Vergleichung mit ihren Nachbarn, arm ist, daran gelegenseyn muss, die Handlung offen zu erhalten, damit der Reichtum, wie eineflüssige Sache, auf allen Seiten in gleicher Höhe zu stehen komme: so bin ichversichert, daß das Interesse einer reichen Nation erfodere, alles nachteiligeHandlungsverkehr durch solche Hindernisse, dergleichen die Zölle und dieEinschränkungen und Verbote der Ausfuhr find, abzuschneiden, damit derReichtum der Nation, hiedurch als gleichsam durch Dämme eingezwängt,über dem Ebenmaas des ihn umgebenden Elements stehen bleibe.

2) Man könnte antworten, daß eine offene Handlung nicht der Wegsey, den vorgesetzten Endzweck zu erlangen, weil selbige, wo nicht überall,wenigstens in einigen Gegenden, zum Verderben der Industrie gereichenwürde. Eine Manufactur muß in der That auf einem überaus vesten Fus ste-hen, wenn ihr eine Erlaubnis, die nämlichen Waaren aus andern Länderneinzuführen, keinen Tort thun soll. Schon die Natur des Luxus bringt mitsich, daß er die Leute reizet, öfters aus blosser Caprice, und um der Neuig-keit willen, einen Aufwand in solchen Sachen zu machen, die wirklich vonden einheimischen Künstlern und Arbeitern besser und artiger geliefert werden.Setzt man mir entgegen, dass dieser Beweis auch dem Gegner zu statten kom-me; denn wenn eine Nation blos aus Caprice ausländische Waaren consomire,so könnten ja andre Nationen eben sowol aus Caprice die auf dem Lagergebliebenen Waaren dieser Nation abnehmen und verbrauchen: so scheintzwar dieses Raisonnement, der Theorie nach, ziemlich richtig zu seyn, solang man gewisse politische Betrachtungen dabey auf die Seite setzt. Allein,der arme Handwerksmann, der nichts zu arbeiten hat, und nichts verdienenkann, weil die Artikel, die er in seinem Metier verfertigt, von Ausländerngeliefert werden, kann nicht so lange hungern, bis es den Ausländern einfällt,nach Artikeln von seiner Arbeit zu fragen. Wo eine gewisse Anzahl Einwoh-ner sich mit einem unentbehrlichen Consumtionszw r eig beschäfftiget, da mußfür die Erhaltung einer beständigen Nachfrage nach solchen Waaren gesorgtwerden; und alles, was diese Nachfrage unsicher machen kann, wird die Un-ternehmung, und mit selbiger zugleich die Arbeiter, zu Grunde richten.

3) Man