Band 
I. Band.
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über Handlung und Industrie . 4.63

hervor. Die Gewaltthätigkeit war der Indüstrie tödtlich, und verletzte dieIndüstriöscn in elende Umstände; denn wir haben schon bemerket, dass dieeinzige Ressource für Einwohner, die gar keine Feldgüter mehr haben, dieIndustrie ist: wenn hingegen einem Bauren fein Geld noch so oft gestolenwird: so hat er noch immer das Grundstück, das ihn unterhalten kann. DieBetrüger verführten und verderbten die Großen; die Ministers der Fürstenwurden das Schrecken eines jeden, -der Geld hatte; sie bereicherten sich, in-dem sie sich gütliche Verträge gefallen liessen; und der Staat blieb beständigim Bedürfnis. Endlich fand der Entwurf proportionirlicher Taxen Platz: zudiesem Ende aber war es nöthig, die Einwilligung des ganzen Staats zu erlan-gen; denn keines Fürsten Macht erstreckte sich so weit; und damals war dieZeit noch nicht erschienen, wo die Fürsten im Stande waren, ihre Vorrechtezu erweitern. Solche Auflagen wurden also zuerst in Republiken und vermisch-ten Regierungsformen eingeführt. Bey Monarchien gieng es mit ihrer Ein-führung schwerer her, weil die Grossen cbcnsowol dadurch mitgenommenwurden, als die Geringern. Als aber langwierige und kostbare Kriege es zurNothwendigkeit machten, Geld herbeizuschaffen, alsdann erfolgte erst die Bei-stimmung zu den Taxen; und der Fürst, der nicht Macht genug hatte, sieeinzuführen , fand doch leicht ein Mittel, sie im Gange zu erhalten , wenn siebereits eingeführt waren.

Aus diesen Progressen können wir leicht die Urfach entdecken, warumdie Taxen in einem so üblen Rufe sind. Das System scheint neu zu seyn, weilwir uns beinahe doppelter Auflagen erinnern, und wahrnehmen, wie solchetäglich noch mehr um sich greifen: allein, wir bedenken nie die Veränderungder Umstände, und geben selten auf die Folgen derjenigen neuen Art derCir-culation Acht, welche zwischen dem Publico, und denen, die in seinen Dien-sten stehen, geführt wird. Der Staat bezahlt anitzt für jeden ihm geleistetenDienst, weil ihn das Volk zu diesem Behuf mit Geld versorgt.

Wenn also heutzutage dem Staatscörper aus tausend Adern Blut gelas-sen wird: so empfängt er es durch gerade eben so viele Einfang-Gefäße (wennich mich so ausdrücken darf) wieder zurück. Aus diesem Umstand schliesseich, daß die Taxen niemals aufhören werden, solange dieses System derStaatswirthschaft die Oberhand behält. Wir haben noch kein Beispiel gese-hen, dass ein Staat die Taxen abgeschafft hätte, obgleich in der That man-cher-