über Handlung und Industrie.
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Die Ursach ist, weil in einem Staat, wo jene eingeführt sind , AUeä re-gelmässig eingerichtet seyn muß, ausserdem Alles zu Grunde gehen muß.Die Unterhaltung grosser Kriegsheere ist einUeberbleibfel von jenem unruhi-gen Geiste, der so viele Jahrhunderte unter den Königen herrschte. In allenSchriften, von den Büchern Mofis an bis auf die heutigen Zeitungsblätter,findet man kriegerische Gesinnungen. Ein Kind kann nicht lesen lernen, ohneeinen Funken vorn Kriegsfeuer zu fangen. Da indessen aus der Betrachtungder Totalveränderung in der Denkungsart der europäischen Völker augen-scheinlich erhellet, daß der Krieg nicht mit der Wohlfahrt eines heutigenStaats bestehen kann, so lasse ich zuweilen meiner Einbildungskraft so vielRaum, daß ich fast glaube, die Zeit sey nicht weit entfernt, da kein Kriegmehr Statt finden werde. Es giebt zwar keine untrügliche politische Wahrfa-gerkunst Ein allgemeiner Friede ist eine zufällige Folge, die durch taufen-de rley ungefähre Begebenheiten hintertrieben werden kann. Der ganze Plander heutigen Staatskunst kann umgestoßen werden, ehe die Fürsten entdeckenlernen, daß ihr eigener Vortheil erfoderc, sich ruhig zu verhalten. Die Ehr-sucht eines einzigen Fürsten macht, daß die andern alle die Waffen ergreifen.Der Geldmangel ist es, der die Friedenscongresse veranlaßt, nicht um Frie-den zu machen, sondern damit.die Parteyen einige Jahre ausruhen und neueKräfte sammeln können.
Diesemnach kann man nicht sagen, daß Handlung und Industrie diestehenden Armeen hervorgebracht haben, sondern nur, daß ohne Handlungund Indüstrie kein europäischer Krieg in unsern Zeiten möglich wäre. DieEhrsucht der Fürsten, ihre Herrschaft weiter auszubreiten, auch zuweilen ihrCommerz zu erweitern, ist das, was zum Kriege Gelegenheit giebt. Wirsehen täglich, wie schwer es wird, Truppen zu diesem Behuf mit allem Be-nöthigten zu versorgen; und zwar aus keiner andern Ursache so sehr, als we-gen der Progressen der Handlung und Industrie. Diejenigen, welche Geldhaben, können nicht die Leute haben: und die, welche die Leute haben,können nicht das Geld haben. Sehen wir nicht, wie die grösste Monarchiein Europa, der Fürst, der die meisten Millionen Unterthanen hat, den Rangder Macht, den er sich selbst vorgeschrieben hat (nämlich das zum Kriegepolitisch-Benöthigte für ihn) nicht behaupten kann, wofern er nicht, selbst inden ruhigsten Friedenszeiten, und nach der stärksten Truppenreduction,
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