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I. Band.
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494 XXX. Cap. Vermischte Fragen und Anmerkungen

wohlfeiler verkaufen kann, als der andre; und die Concurrenz zwischen ih-nen sichert das Publicum vor unmäßigen Preisen.

Ich gestehe, dass diese Vortheile augenscheinlich und reell sind: aberfi£ beweisen doch nichts weiter, als daß die Errichtung der Compagniendein Interesse derer, die ihre Güter verzehren, nicht so nachteilig sey, alssie seyn würde, wenn die Compagnien von ihren ausschließenden Privilegienden völligen Gebrauch machten, und die Waaren auch im Kleinen verkauf-ten. Allein, es folgt hieraus nicht, dass der Profit aus einer solchen Hand-lung (zufolge ihrer Privilegien) nicht denjenigen Fus überschreite, welcherdienlich wäre, das ganze Commerz einer Nation in Flor zu bringen. Selbstdie Jalousie und die Unzufriedenheit, die bey andern Kaufleuten , welcheeben so fleißige und eben so gute Bürger sind , beym Anblick der grossenVortheile, die jene Compagnien unter dem Schutz ihrer ausschließenden Pri-vilegien gemessen, rege wird, ist ein Nachtheil für die Handlung überhaupt,streitet mit dem Principio der Unparteilichkeit, das ein rechtschaffener Staats-mann nie aus den Augen verlieren muß, und sollte auf alle mögliche Weisevermieden werden. Wir wollen also auf den Grund der Sache zu kommensoeben; und indem wir dieProgressen solcher kaufmännischen Unternehmun-gen erwägen, die sich zur Gründung ganzer Handelsgesellschaften am bestenschicken , und diesen ein Recht geben , gewisse ausschließende Privilegienzu verlangen und zu erhalten, so wollen wir eine Methode ausfündig zu ma-chen suchen, nach welcher ein Staatsmann dergleichen Societäten auf einensolchen Fus errichten kann, daß er es in seiner Macht habe , ihren inländi-schen Verkauf gewissen Reglements zu unterwerfen, die im Stande seyn, denMangel der Concurrenz zu ersetzen, und die den Profit der exclusivenHand-lung nicht beträchtlich über das Ebenmaas derjenigen Handlung steigen lasse,die, ohne einen solchen Beistand vorn Publico zu gemessen, getrieben wird.

Solang das Interesse der Compagnien nur in den Händen weniger Perso-nen steht, so ist die Vereinigung der Mitglieder viel genauer, und ihre Ange-legenheiten werden geheimer gehalten. Dieses geschieht allemal beim Anfangsolcher Unternehmungen. Aber der Mangel an Erfahrung verursacht öfterseinen ansehnlichen Verlust; und solange dieses der Fall ist, so hört man nichtüber solche Associationen klagen. Es kommt nur Wenigen in Sinn, sich zuRivalen auszuwerfen, und gemeiniglich sind die Compagnien anfänglich mehr

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