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I. Band.
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XXXI. Cup. Reccipitulation des zweiten Buchs. ^03

I Capitel. Beim Vortrag der Grundsätze einer Wissenschaft müssen imAnfang viele an sich sehr verschiedene Dinge miteinander vermengt werden.Im ersten Buch betrachtete ich die Bevölkerung und den Ackerbau als einer-ley: im zweiten werden Handlung und Industrie als wechselseitig von einan-der abhängend'vorgestellt. Um dieses Verhältnis zu zeigen , gebe ich eineErklärung vorn einen und vorn andern, woraus erhellt, dass, wo eine Hand-lung (Wade} Statt finden soll, ein Abnehmer der Waare (Conßimer) , einHandarbeiter, und ein Kaufmann seyn müsse: und wo Industrie Statt findensoll, da muss der Indüstriöse Freiheit haben. Sein Beweggrund, warum erarbeitet, muss seyn, damit ersieh, vermittelst der Handlung, ein Acquiva-lent verschaffe, womit er alles Nothwendige kaufen, und dann noch einenUeberschuß, die Belohnung seines Fleißes, zurücklegen kann. Dem-nach ist ein Unterschied zwischen Industrie, und einer Arbeit (labour)jwozu man gezwungen werden kann, und womit gemeiniglich nichtsAndres als der bloße Unterhalt verdient wird. Hier nehme ich Gelegenheit,zu zeigen, was für schädliche .Wirkungen die Sclaverey in Absicht auf diekrogressen der Industrie habe; und ich sehliesse daraus, daß die Subordina-tion der Classen unter der lchensmäsigen Regierung der Aufnahme der Indu-strie ungemein hinderlich gewesen sey, 1b wie hingegen diese sich emporge-schwungen hat, seitdem jenes System aufgehoben ist. Ob die Handlung dieUrsache der Industrie, oder diese die Ursache der Handlung sey, ist eine Fra-ge, woran nicht viel gelegen ist: aber die Grundursache, von welcher beidedependiren, ist ein Geschmack am Ueberflüstigen auf Seiten derer, die einAequivalent geben können. Dieser Gesehmack ist dasjenige, was zur Nach-frage

der Beweggrund , den Gott dabey führte, im höchsten Grade rein: die Handlungist nur in Ansehung des Menschen, der ste verrichtet, schlimm und gottlos. SeineBosheit entsteht nicht aus der Handlung selbst, sondern nur aus dem Mangel derConformität zwischen seiner Pflicht und dem Beweggrund seines Verfahrens. Wennnun die Bestrafung einer solchen bösen That (welche gleichfalls als die Handlungdes höchsten Wesens betrachtet wird) mit zum System des allgemeinen Wohls ge-hört, ist es nicht höchst thöricht, sie ungerecht zu nennen? Wir kennen die Pflich-ten des Menschen, wir kennen die Pflichten der Regenten: aber wir kennen nichtdie Pflichten Gottes (wenn es mir erlaubt ist, mich eines so unschicklichen Aus-drucks zu bedienen); und blos um dieser Ursache willen können wir nicht von derGüte seiner Vorsehung urtheilen. Wir müssen sie daher für ausgemacht anneh-men; und dies gehört mit zu dem, was bey den Theologen der Glaube heisst.