^26 XXXI. Capitel. Recapitulation
düng alle Proportion verloren. Der Luxus der Räuber war monstruos, undmit lauter Gewaltthätigkeit verknüpft: der Luxus der Kaufleute t war syste-matisch und verhältnismässig. Der Luxus der Monarchien erzeugte eine Ver-säumnis der öffentlichen Geschaffte: in den Städten war jene Versäumnis das-jenige, was ihren Luxus zerstörte. Der Luxus hatte weiter nichts zu seinerEmpfehlung, als die Willfahrung wilder Leidenschaften: der Luxus der Repu-bliken und Städte war ihnen niemals nachtheilig, ausser um eben dieses Uni-stands willen. Aus dem Contrast, den ich entworfen habe, fetze ich den Unter-schied zwischen dem alten und neuern Luxus vest. Ersterer war gewaltthätig:letzterer ist (ystematiieh, und kann blos durch Industrie und Freiheit bestehen.Hieraus folgt ferner, dass die Industrie, so wenig sie sich mit dem Raube ver-trägt, eben so wenig unter einer willkührlichen Machtgedeihen könne. Wennfolglich unumschränkte Fürsten die Industrie in ihrem Lande in der Absichteinführen, damit sie der Annehmlichkeiten des Luxus und Reichtums destobesser gemessen können, so legen sie hiedurch unvermerkt den künftigen Lan-desregenten einen Zaum in den Mund, so daß diese blos um ihrer Vorfahrenwillen sichs müssen gefallen lassen, ihre Regierung nach einem regulairen Sy-stem der Gesetze und Staatswirthschaft zu bequemen.
Dieser Plan, die willkührliche Macht der Fürsten einzuschränken, istbesser als alle Rebellionen, die jemals ausgeheckt worden sind. Willkührli-che Macht entsteht allemal aus Verwirrung, und wird durch Ordnung wiederaufgehoben.
XXIII. Capitel. Wenn eine Nation, welche lange Zeit mit den Auslän-dern Handlung getrieben, und sich, durch ein mit ihnen unterhaltenes wech-selseitiges Commerz inManufacturwaaren, bereichert hat, endlich findet, daßdie Handlungsbalanz zu ihrem Nachtheil aussehlägt: so erfodertihr Interesse,diese Handlung gänzlich abzubrechen, und lieber so zu bleiben, wie sie ist,als ein Verkehr beständig fortzusetzen, welches, wenn sich die Umständenoch weiter andern, solche Wirkungen hervorbringen möchte, die den vo-rigen Vortheilen, die es verschaffte, ganz entgegengesetzt sind. Eine solcheStopfung lässt sich durch Zölle und Verbote bewirken, die ein Staatsmann aulImportationsartikel legen kann, sobald er merkt, daß solche in Ansehung derExporun'msgüter seines Landes das Uebergewicht zu bekommen anfangen.
Ich