^28 XXXI. Capitel. Recapituiaüon
berühren* Nichts ist complexer, als das Handlungsintcresse. Die Einfuhreiner Waare kann im Anfang denenjenigen Einheimischen vortheilhaft seyn,welche die Exportationsartikel, wofür die eingebrachte Waare ein Umsatzist, geliefert haben. Die Einfuhr kann zur Beförderung der Manufakturennützlich seyn, wofern stein dazu tauglichen rohen Materien besteht: unddennoch, wenn der ganze daraus verarbeitete Vorrath blos zur einheimischenKonsumtion dient, so wird durch besagte Einfuhr das Nationalinteresse imGanzen leiden. Die Einfuhr von Wein und Branntewein ist für die nördli-chen Länder eine große Kornerlparung, weil sie tonst desto mehr Bier brauen,und desto mehr Kombranntewein brennen würden. Diese und viele andreVerhältnisse muß ein Staatsmann wohl bedenken, ehe er zum Verbot einesImportationsartikels schreitet. Erst nach angestellter Untersuchung, und ab-gewogenen beiderseitigen Gründen, muß er jeder nachtheiligen Einfuhr ab-wehren; und wenn dann, nachdem er dies gethan hat, eine allgemeineStockung der Ausfuhr entsteht, so ist alsdann die auswärtige Handlung seinesVolks mit allem Anstand begraben, ohne daß eine gewaltsame Revolutionerfolgt; denn ich setze voraus, daß er stuffenweise verfahren, und unterdes-sen sich unablässig bestrebt habe, die Consumtion innerhalb Landes zu ver-größern, und zwar nach Maasgabe, als die Fabricanten und Handwerksleute,durch die andern Operationen, aus ihrer Arbeit und Nahrung gesetzt wor-den sind.
Wenn die auswärtige Handlung zu Ende geht, so muss die Anzahl derEinwohner auf die Proportion der Lebensrnittel, die der Boden des Landesverschaffen kann, reducirt werden, im Fall selbige bey den vorigen glück-lichern Umständen diese Proportion überschritten hätte. Die Nation mußihren Reichtum ganz behalten, und dieser muss so in Circulation gebrachtwerden, daß er allen Einwohnern Nahrung und Beschäfftigung schaffe.
XXF. Capitel. Eine Nation mag in Ansehung ihrer auswärtigen Hand-lung noch so sehr heruntergekommen seyn: so wird sie doch noch allemaleinige Nachfrage der Ausländer nach ihren überflüssigen Naturproducten fin-den; und wenn sie hiebey klüglich zu Werke geht, so wird sich der National-reichtum dadurch vermehren können.
Wenn die Ausfuhr der Lebensrnittel gut von statten geht, Viele imLande aber deswegen darben müssen, so wird eine Einschränkung der Aus-fuhr