Band 
II. Band.
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und des Anwuchses der Schulden.

zum Umlaufe zuerst einen verhältnismässigen Einfluss auf den Handel, dieMa-nufacturen und die Consumtion von Frankreich, und nachher auf die darausentstehenden Einkünfte haben. Ist dieses nicht die beständige Klage in Frank-reich, wenn der Krieg ihre Münze wegnimmt? Die Vorstellungen aller ihrerParlamente sind voll davon.

In Friedenszeiten ist der Belauf dessen, was von dem Volke einkommt,größer, als zur Zeit des Krieges. Dann aber ist zu allen Bezahlungen Münzegenug vorhanden; und wenn die königliche Schatzkammer solche empfangenhat, so kommt sie sogleich wieder in Umlauf, und man empfindet davon kei-nen Nachtheil.

Ich beharre um so mehr bey diesem Grundsatz, und stelle ihn aus somancherley Art, und unter so verschiedenen Gestalten vor, weil ich ihn in derLehre vorn Credit für eine der wichtigsten Beobachtungen ansehe, welcheich noch nie von keinem Englischen oder Französischen Schriftsteller bey die-ser Materie angeführt gefunden habe. Die Klagen über den Geldmangel sindhäufig; aber nie habe ich gefunden, daß eine Methode vorgeschlagen wäre,aus unbeweglichen Gütern Geld zu ziehen; da es doch die leichteste und si-cherste Art von allen ist, wenn sie den Grundsätzen gemäss und mit Aufrich-tigkeit betrieben wird.

Da nun das Geld das Mittel ist, wodurch die schon gedachte Kette vonFolgerungen geschloffen, und, wie getagt, zu einem Cirkel wird, so sehenwir augenscheinlich, daß die Wirkungen, die daraus entstehen, sich, wodieses fehlet, nicht äußern können; und es wird lange währen, bis Frank-reich, wo das Geld auf die Münze beschränket ist, die Gesinnungen der Bemit-telten (des geldhabenden Interesse) annehmen wird; ob es am Ende Vortheiloder Schade davon haben wird, das ist hier die Frage nicht.

Wir habet! nun die zufälligen Folgen des öffentlichen Credits soweitentworfen, dass wir gezeiget haben, wie er einen Einfluß auf die Gemüths-beschaffenheit eines Volks haben, und sie bewegen könne y die Gesinnungendes geldhabenden Interesse anzunehmen.

Der Reiz, sich Landgüter anzuschaffen, ist zweifelsohne, besondersbey bemittelten Personen, sehr groß. Dahingegen an der andern Seite dieBequemlichkeit und der Ueberfluß derer, die ihre Capitale in guten Papierenbesitzen (in ihren Taschenbüchern bey sich führen), in den Augen vieler, die

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