520 V. Cap. Mittel wider die Unbequemlichkeiten,
legt, und täglich eingenommen, so könnte diese Auflage den kreis seines Lohnsverhältnissmäflig steigern. Doch dies ist nirgends gebräuchlich.
2) Der Preis des Unterhalts bestimmet den Preis der Arbeit nicht, dieAuflage der Taxen mag darauf einen Einfluss haben oder nicht. Es wird der-selbe nach dem Begehr der Arbeit und der Mitbewerbung der Arbeiter, diezur Verfertigung derselben gebraucht werden, eingerichtet.
3) Wenn der Lohn höher steigt, als die physicalischen Bedürfnisse desArbeiters erfordern, so kann man solchen dadurch verringern, dass man mehrLeute annimmt, aber nie dadurch, dass man den Preis der Bedürfnisse her-unter bringt, denn jeder wird von dem niedrigen Preise Nutzen ziehen, aber(einen Gewinn nach dem Begehr seiner Arbeit reguliren.
4) Wenn daher der Preis seiner physicalischen Bedürfnisse durch die Ta-xen steiget, so muß er desto schärfer arbeiten, um soviel zu verdienen.
5) Vermehren sich die Arbeiter, nachdem der Verdienst auf die physi-
calischen Bedürfnisse eingeschränket worden, so wird die ganze Classe der Ar-beiter umkommen müssen. «
6) Durch die Vermehrung der Arbeiter verstehe ich nichts weiter, als dieVermehrung der Menge der dadurch verfertigten Arbeit. Wenn also dieselbigenArbeiter mehr, als sonst, verfertigen, so ist es ebensoviel, als ob ihre Zahlvergrößert wäre.
Es scheint, daß aus diesen Sätzen der Schluß zu machen sey, daß, wennes sich findet, daß die Handwerker mehrern Lohn bekommen, als sie dasjähr hindurch zu ihren physicalischen Bedürfnissen gebrauchen, wenn mannämlich Verheirathete und Unverheirathete überhaupt im Durchschnitt rech-net, so sey das Mittel, solchen auf den gehörigen Fuß zu bringen, daß mandie Zahl der Arbeiter vermehre, wenn man auf seinen eignen Märkten diePreise herabsetzen will, oder dass man den Preis ihrer physicalischen Bedürf-nisse erhöhe, wenn man will, dass die Arbeiter so bleiben sollen. Wenn dieHände, die zur Arbeit gebraucht werden, wirklich fleissig, und die Preisenoch zu hoch sind, denn kann die Vermehrung ihrer Anzahl dienßm seyn,falls sie nämlich ansehnlichen Vortheil bey ihrer Arbeit haben. Dadurch wer-den ihnen die Vortheile beschnitten, und die Preise der Waaren herabgesetzt,weil sich der Vorrath derselben vermehret.
Wenn