über die Landtaxen in England und Frankreich. 5$9
wurde. Hier wird den Consumirenden völlige Freiheit gelassen, und die Ta-xen sind besonders dahin eingerichtet, aufkracht, Unmässigkeit undEitelkeiteinen Einfluss zu haben, oder wie er sich ausdrückt, sie zu bestrafen. Dahingeht sein Augenmerk bey dem witzigen Vorschlag, auf die grossen und lächer-lichen Perücken, die damals sehr im Gangewaren, und auf verschiedene an-dere Stücke der Ausschweifung eine Auflage zu legen.
Dieses ist ein kurzer Abriß des Systems des Marschalls von dem königlichenZehnten, blos nach den Grundsätzen betrachtet, nach welchen die verschie-denen Taxen angelegt werden sollten. DerTradtat enthält verschiedene vor-treffliche Sachen*, besonders verdienet das Verzeichnis der Einwohner, Län-dereien, Häuser, Thiere, u. s f. die Aufmerksamkeit eines Staatsmanns, derzur Verbesserung der Nation irgend einen Plan auszuführen willens ist.
Ich will nun dem Leser die Berechnung des Marschalls von dem Betragder vier Artikel bey der niedrigsten und bey der höchsten Taxation vorlegen.
Wenn unter dem Zehnten der zwanzigste Theil der Früchte u. s w. ver-standen wird: x
1. Der Zehnte von den Ländereien - - - 60000000 Livrcs.
2. Der Zehnte von allen Einkünften und der Industrie 15422502 Livres.
3. Die Salztaxe zu 18 Livres der Minot*) - - 2?400022 Livres.
4. Die vesten Einkünfte 18000000 Livres»
Summa aller vier Stücke bey der niedrigsten Taxation 116822500 Livres.
Wenn
*) Der Minot ist ein Maafs der Grösse, welche drey Pariser Busheis, oder dem viertenTheil eines 8optier gleich ist, der ungefähr die Hälfte eines Englischen Quarterausmacht. Also ist der Minot ungefähr ein Englischer Bushei. Der Marschall thatden Vorschlag, dieses Maass, wenn der Preis am niedrigsten ist, um 18 Livres,oder i Pf. 6 Schill. i-i Pfenn. Sterl., und wenn er am höchsten, um 30 Livres oder2 Pf. 3 Schill. 6^ Pfenn. Sterl. zu verkaufen, daraus wir von der Uebermasse desBeeises selbst nach der Verminderung, die der Marschall darin vorzuschlagen fürgut fand, beurtheilen können. Das französische Geld in des Marschalls königlichenZehnten haben wir zu 5 2^ Pfenn. Sterling die französische Krone von 3 Livres berech-net; weil die Silbermünze in Frankreich, qls er schrieb, auf 30 Livres 10,Sousdie Mark stund (Dutot 1 C. 6 Art.) und gegenwärtig steht sie auf 49 Livres 16 Sous.
Grunds, der Staatsrv. II. Band..
E e e e