XI. Cap. Betrachtung und Anmerkungen &c.
Wenn unter dem Zehnten der zehnte Theil dekFrüchte verstanden wird, so sind die beiden ersten Arti-kel just doppelt soviel als oben, nämlich - - 150845000 Livres
Die Salztaxc zu 30 Livres der Minot ' - - 39200000 Lizres.
Die vesten Einkünfte ändern sich nie, und stehen allemal auf 18000000 Livres.
Summa der vier Stücke bey der höchsten Taxation - 207845000 Livres.
Bey der Auflage dieser Taxe auf die Früchte gestattete er keine Ausnah-me; selbst die Prinzen vorn Geblüt waren nicht frey; davon gab er eine vor-trefliche Ursache an. Die Zehnten, sagte er, waren das alte Erbtheil der Kö-nige. Die Römischen Kaiser und Könige von Frankreich zogen sie. Von die-sen Abgaben war der Adel nicht frey. Das erhellet aus dem Zehnten der Geist-lichkeit, welcher, wie er sagt, nichts anders als das königliche Erbtheil war,welches zum Leisten der Kirche verdüstert worden, folglich ist bey Einrich-tung des Zehnten Nichts nachtheiliges, ob schon nichts nachtheiliger ist, alsdie Bezahlung der Taille. So gross ist der Unterschied in den Abgaben, wenndie Begriffe der Nation dabey in Betracht kommen.
XII. Capitel,
Vermischte Fragen übe/ die Taxen.
\V/ ir haben in den beiden letzten Büchern so weitläuftig von Credit, Schul-den und Taxen gehandelt, dass ich hoffe, es werde eine jede Frage,welche ich nun vorlegen kann, blos dazu dienen, die Auflösung derselbenuns an die Pfand zu geben, so weit sie zu den auseinandergesetzten Grundsa-lzen gehöret.
Erße Frage. Welches ist die beßte Art, eine Landtaxe auszulegen?
Ich antworte; alle Auflagen, wie sie auch Namen haben mögen, mussten,nach Recht und Billigkeit, einem jeden auf eine gleiche und verhältnißmässigeArt nach seinem Uebel fluß aufgelegt werden; aber bey den Landtaxen istdiese Gleichheit nicht so unumgänglich nöthig, als bey den meisten andern.
Der große Schade, der aus der Ungleichheit in derTaxation entstehet,entspringt aus der Ungleichheit, die dadurch in,der Concurrenz zwischen den, fieissigen