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angehöre»/ wie auch über alle fremden in Rom, hohe und nie-dere, gciftnind weltliche ohne ausnahmc.Er erkennet auch inappeliation-fachen die von allen geistlichen gcrichten desPäbstlichcn gcbiets an ihn gelangen. Er hat auch die gerecht-barkeit in peinlichen fachen, mit dem recht der 1^-evenrion,oder daß er andern gcrichten vergreisten mag. Er hat unterihm zween bürgerliche und einen peinlichen Verweser, nebstvielen uuter-richtern. Seine bedienung kan biß zwolfftau-send 8cu6i eintragen.
Beysitzer des raths oder gerichts zu Rom, inwelchem die (Hl'se kenctic>Lle8, oder streitigkeite» übergeistliche Pfründen in den auswärtigen Catholischen landen,ingleichen die weltliche fachen,so aus dem Pabstiichen gebiet,durch appcklation dahin gedeyhen, entschieden werden. Die-ses geeicht bestehet aus zwblstPrälaten,darunter jederzeit einTeutscher, ein Frantzvs, zween Spanier und die übrigen Jta-liäner find. Der älteste hat den verfitz und wird tdecsnu?gcncmit. Es ist ein ansehnlich amt, von gutem einkvnmie»,und der zugang zu reichen Bißthümeru und wvhl gar zu derCardinais-würde.
Äue, DrLÄusvallenüs, Ein gründ oder thal-ge-läud; eine ebene an einem bach oder strohm und die mit ho-hen umgeben. Auen können so wohl zum ackcr-bau als zurvieh-weide dienen,
ÄUerhcM, Aurhan, Urhck»; VroAsllur, Derr^o Major:
Der gröffcste unter dem wilden gefiügel nächstdem trappen. Sein kopffist schwartz, der schnabel kurtz undgebogen, der hals aschfarb mit schwärtzlichen flecke», die aug-braunen und die häutlein nach den schläft» roth,die brüst undder bauch schwartz, die schwingftdern in den fiügein schwärtz-lich, die kleine» drmckelbraun, die unter den flügeln weiß, derschwantz gantz schwartz, die hüfftcn mit wciffen, die fchenckeibis an die zeen mit duuckcln federn bekleidet. Die Henne istetwas kleiner als der han, über den leib bnnt wie eine schnepf-fe, mit schwartzen flecken eingesprengt, der hals bis an diebrüst fahlrvth. Er hält sich in hohen Wäldern und sumpfigenorten, sonderlich wo es starcke rothe buchen giebt, und wo einwaffer rauschet. Im Mertz tritt er m die saltz. Wenn erfal-tzet, gehet er aufden dicke» ästen der bäume hin und her, sprei-zet die flägel niederwärts, und fireubt die federn auf den, rü-cken und im schwänz wie einKalicutischer hau,macht auch einfast gleiches kollerendes gcschrey, welches aber länger anhält.Solch faltze» fängt nach Mitternacht an, und währet bis ge-gen den tag. Indem er also saltzet, hört er nichts, wiewohler sonst ein leises gehör hat, und so schüchtern ist, daß er vondem geringsten gerausch aufstoßt, und davon fleugk.Wcnn derJäger ihm nachgehen will,muß er zwey oder drey stunden vortag auf seyn, und wo er ihn von weitem faltzen höret, auf ihnzugehen. Wenn er ihm aufein paar büchftuschuß nahe gekom-men, muß er sich genau vorsehen, daß, so bald der vvgel stillewird, er auch stehen bleibe, und sich im geringsten nicht bewe-ge. Wenn aber der vvgei wieder ansänget, darff er kühnlichfort schreiten, und wenn er ihn aufden schuß gebracht, hurtiganschlagen und ftuer geben. Denn ob er schon, indem der Vo-gel noch saltzet, einen fchlschuß thäte, wird er sich nicht darankehren. Was vorgiebt, daß sie sich nicht ordentlichpaaren, sondern die Henne den von dem han ausgespichencnsaamen einfressemnd was davon überbleibt,entweder eine ge-wisse art schlangen aushecke, oder wenn es dürr worden in ei-nen stein von grosser krafft verwandelt werde, wird Mich vorein mährlein gehalten. Die Henne nistet auf schlagen, wozimmer- und wcllcii-geniste zu finden,legt von 6.bis 12. eyern,und brütet sie in 4. Wochen aus. Der «»erhall ziehet nichts
<rue auf
sonder» hält seinen stand. Er gehört unter das hohe wild-prett; wird aufgebrochen, wem, ihm das gcscheive aus demleib genommen wird; hat nicht klauen, sondern fasse. Seingrase oder Nahrung sind im sommer Wacholder- heivel-brvm-uttd andere beer, oder auch das kraut, im Winter rothbucheneknopffen und fichtemiadem. Sein fleisch ist trocken,schwartzund hart, und wird er ja wohl gebcarcu aufgesetzt, er ist aberbesser zu gemessen, wenn er eingebeitzt und iu Pasteten geschla-gen wird. Eiöl-, jagd-uird weidn?.
ÄUtk^kl^ö, Aurochs, tlrochg: 1/ru.x > kia»//rüvsFa-Ein wildes thicr den gemeinen stieren ähnlich, wiewohl «ugröffe, starcke und gcfchwindigkeit weit überlegen, dunckel-schwartz von haar, mit schwartzen dicken und kurtzen Hörner».Zwischen denselben mögen zwey mensche« gemächlich sitzen.Das Haupt ist kurtz und dick; die äugen groß und grimmig;das haar vor der stirn kraus, und am geruch dem mosch nichtungleich; der hals zottig,und am obern ende des rückws eingrosser Hocker. Er ist so wild, daß er aufkeine weise kan ge-bändigek werde», es ist ihm auch nicht beyzukommen, es ftpdenn daß er i» gruben gefangen, und darein entweder gelockt,oder durch ftuer hinein getrieben, und sodann durch geschoßerlegt werde-JliLitthaucn wird er von wohlberictenc» iägemmit pftile» angeschossen, da den» er seinem ftino nachkamstbald aber von einem ander» getroffen wird, aus dcu er sichvon jenem wendet, bis ihn ein dritter verwundet, aufden erdenn loß gehet, und dieses wird so lange getrieben, bis er er-müdet liegen bleibt. Sein fleisch ist mittelmäßig zart undgut zu ezfen. Seine zunge ist scharst wie eine feile, die hautsonderlich auf dem rucken sehr starck, aus den Hörnern hatman trinck-gefthirr zu machen pflege». Er soll eine solchestärcke in seinem halft habe», daß er roß uud man aufdie Hör-ner nehmen, und in die lustt schleudern kan, und wenn er ei-nen bäum umzureißen angefangen, läßt er nicht nach, bis erihn niedergelegt. Und weil er zugleich sehr schnell im lauf-ftn ist, bildet er in geheimer deutung, eine unverdrossene ar-beitsamkeir, und eine hurtige endelichkeit, die keine be-schwerlichkeit scheue», und nicht nachlassen, bis sie ihr werckausgeführt. Vvrmahis hat er sich in wüstenwäidcr» Leutsch-lanöcs aufgehalten, nunmehr ist er nur in Litthaueu undReußland anzutreffen. Hohb. ^,02'. Sr/E.//»-S»//.gründliche bcschreibung des auerochsen durch E. Hin,icke».
Heerbann, ^eeres-folge, -Aecrs - zwang, Lx-peäirio genorsliL, ckleribannum : La» ü' Ge-
bot des Landes-HcrM, durch weiches die Unterthanen oderei» theil derselben erfordert werden, bewehrt zu erscheinen,und sich ins seid zu stellen. Wer alsdenn ausgeblieben, istmit schwerer straft angesehen worden. Vor zeitcn find allelehnleut, und aufgewisse maße alle sreygebvhrne demftlbcuuntcrwvrffen gewefeik. Nachdem man angefangen, gewor-benes kricgsvolck zu unterhalten, ist der aufbot durchgehendsabgeschaffet worden, wiewol man in den letzten zciten wiederangefangen, einen gewissen land- ausschuß einzurichten, undauf den nvthfall zu beschirmung des iandes zu gebrancheu.s. Seckend. In Polen, wenn ein allgemeiner aufbot ergehet,l weiches nicht als auf einen hohen nothfall,und mit vorhcrge-! hendereinwilligung dcrStände zu-geschehcn pfleget,isteinje-der angeseffenerEdelmaji schuldig, aus seine kostk sich ius seidauszurüsten, und sechs wochen im ftlde zu bleiben, //„ r-,,,,.^avtkn. In Franckreich haben die Könige von
ansang her das recht gehabt, ihre untcrthaM zu einem vor-habenden kriege aufzubieten, so aber nachgehends abgekom-men. In den letzten kriegen ist es aufs »eue, aber mit schlech-tem «ertheil versucht worden.
Aufbreche».