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und beinbrüche zu heilen. I» Holland darss diese kmifi eiujeder, der sie nur verstehet, üben. Ja sie ist daselbst, wie auchin den übrigen Niederlanden, so gemein worden, daß dasftauen-zimmcr in den barbier-stubeu die barte abnimmt.
Barlnev-zeng, DUcca I'onlorlo, Was die
barbierer zum barbieren oder bartabschcren gebrauchen, alsdecken, siasche, Serviette, Messer u. d. g. und muß von demb,nd-;eug unterschieden werben.
Lnrcnlon. Der oberste Minister des Königs von Siam.
Bedkt^^>duten, Bauckhöltzer,Ls^^^'«-v«^e. Sinddicke brettcr, so an der feiten des schisscs etwas hervor stehen,und daran man die krum - höitzer durch das gantze schiff be-festiget-
Bitvdett. Waren bey den alten Francken die sätt-
ger und pveten, welche nach altem gebrauch die thaten dertavffern kricgs-helde» besungen, um dadurch andere zur til-gend, oder zu gleicher tapsser-und grvß-müthigkeit aufzu-muntern.
Barne, s. Barque.
Barne-ffeld, L-o/rsl?Heissetdas geld, welchesdiejenigen, so schiffbruch leiden oder stranden, dem Herrn desvrts,dalhnett solches Unglück begegnet, vor das etwa geret-tete gut, erlegen müssen. An/einigen orten ist in solchemfall das schiff mit allen gütern nach dem fahr-und grund-ruhr-vder strand-recht verlohren.
Barmutter, s. mmter.
Lurolnetrum, Ein meclisnisches
undpk^lischesinstrument,an welchem manschen kan, wieschwer oder leicht die lufft sey. Es bestehet hauptsächlich ineiner langen, schmalen gläsernen röhre, mit gvccksilber aufgewisse weise angefüllet, welche an dem obern ende ver-macht, mit dem untern in ein gefäß mit quecksüber ge-stoßen, an ein bret bevcstiget, und zur feiten gewis-se abzeiche» gemacht werde», an welchen man den un-terscheid des steigens und fallens des gvecksilbers in der röhrbemercken, und daraus die schwere oder leichte der lufft, folg-lich auch das bevorstehende weiter abnehmen kan. Dennwann das qvecksüber fallt, so ist es ein zeichen, daß die lufftleicht sey, und deutet also auf trüben Himmel, wind, regenoder schnee. Wenn es aber steigt, so ist die lufft schwer, undzielet auf gutes wetter. Zu der erfindung hat ein gelehrterJtaliäner, , den ersten anlaß gegeben, sie ist aber
nachmahls vielfältig verbessert worden, sonderlich von demberühmten welcher eine doppelte röhre angegeben,
oder vielmehr eine welche in der mitte gckrümmet, und mitbeyden enden neben einander gerade in die höhe stehet, davoneines mit qvecksilber, das andere mit einem beqveme» naß,so nicht gefrieret, angefüllet. Diese art ist viel empfindli-cher, sie weiset aber verkehret, so, daß das fallen gutes, dassteigen aber böses wetter bcdcutet.lr. äos Laroin. neuersun-dener öckscliem. Lwriollr. I- Th.
Baron, Lrro > Dieser name hat nicht zu allen
zeitcn, und bey allen völckern einerley bedeutung gehabt.Denn bey den alten Römern nenncte man also die einfälti-ge», feigen und schlechtesten leute, welches in Italien an ei-nigen orten noch überblieben, und bey dem gemeinen volck--^«§ein schmäh-wort ist. Bey den Langobarden und Ale-mannen wurde dieses wort offt für einen mann genommen,und zwar für ei nen angesehenen mann, daher die rcd-art, La-rones reglü.die vornehmsten eines Königreichs, und inge-mein alle so zu der Versammlung der Stände gehören, in Ln-gelland aber alle die kalrs des Reichs, d.i. alle die indem«ber-hause des Parlaments ihren sitz haben, begreifst. In
b <re
Plerardie, einerProvintz in Franckmch, nennten diewciberihre manncr barons. Bey uns ist es eigentlich die mittlerewurde zwischen dergräfiichcnuns adclichcn. Jetzo nennetnian sie auch Freiherren, das ist/frepe Herren, weilen siebesondere freyheim, vor dem gemeinen adei besinen. Vor-mahls hiessen sie Baner-Herrn,wcil ihnen das banier, oderfahnlcin des Käysers,oder des Rirtcrstandcs zu führen, au-vertranet und in ihre wapen geschencket wurde. Diese wür-de muste ehmahls nothwendig durch tapfferkeit im kriege er-worben werden, mmmchro aber kan man sie von einigen Po-tentaten vor geld erkaufst«. In Engelland sind
die absonderlich also genannte Barons die untersten von denLords, oder Herren so zuvemDber-hauß des Parlaments qe-hdren. Ihnen werden sie Bischöffc, in ansehen ihrer bischöf-lichen guter gleich geachtet, nehmen aber wegen ihrer geist-lichen zxürdc die stelle vor jenen.
Bükom'e, Eine freye herrschafft, welche ihre»
Besitzer zum Baron macht.
Lnronnst. Eine besondere würde, so nur in Engelland be-kannt. Sie gibt den rang ncchst den Barons, über dieXniZbrs, Ksqulrcs und llLirrlcman, und ist die letzte un-ter denen erblichen würden. Der König ffacobus l.'hat siezu erst eingeführt ^n. ,6n. weiter der unrnhe inJrrlaudzu stcuren geld nöthig hatte, daher ein jeder, so zu dieser wür-de gelangen wolle, so viel geldes, alSzo. soldatcii;. jähr zuunterhalten erfordert werden möchte, und welches aus 1200.psimd sterl. ausgeworffen wurde, bezahlen mustc. Ihre zahlward auf 220. cingeschränckt, und svltc nicht erhöhet, wohlabervermindcrt, und wenn eingeschlccht aussiürbc, kein an-ders in die stelle wieder aufgenommen werden. Unter an-
^ dern ihren Vorrechte» ist auch dieses, daß sie i» einem quar-tier ihres wapens, das von der Jrrländischcn Provintz Ulster,(eine rothe Hand in einem silbernen seid)führen mögen.
Barciue, SarcL.Ssr ^ E'n schstf von zweyen,'oder zumhöchsten dreyen siegeln, ist kurtz, aber dabey breit, und wirdviel gebrauchet ein grösseres zu begleiten.
Barque, Boot, Scaxll-,, Ein klein fabrzeug, so
bey grossen schiffen geführt, und zum an-und abfahren ge-brauchet wird.
Barquette. Ein kleines schifflein, so nicht mehr als vier rü-der hat.
Berrvec, kilcu-, Ein von sammet odertuch ge-
machter Hut, welcher den Doctoren bey Verleihung des QrL-<Iri8 ausgesetzet, und au vielen orten von den geistlichen ge-tragen wird. In Italien heisset Lsrrercs, eine art »lügenmit vier ecken, so die Cardinäle und die lVvbill zu Venedigzu tragen pflegen. Nach bericht soll man ums jähr
1518. in Schwaben zu erst angefangen haben bavrete zu tra-gen.
B<rrfc^>, Berschling, Ein fisch, so sich in
süssen wassern, fiüssen und secn aufhält. Er ist sitbcr-farb,mit dunckeln von dem rücke» nach dein bauch herabsehendenstreiffen, hat kleine aber dichte und harte schuppen, und rothefloß-ftdern: ist ei« raub-fisch in seiner art, sonst Wohlge-schmack und gesund zu essen. Er wird mit der angel und i»netzen gefangen. Elsh.Hohb.
Bavk,Lsrbo,SM'Se.Die haar so sich als ein reichender Männ-lichkeit nach denn;, jähre um den mund zeigen. Der bartist bey den meisten völckern jederzeit in ehren gehalten wor-den. Die alten Griechischen kkiioluplil hielten eine» lan-gen bart vor ein nothwendiges stück ihrer tracht, und ver-meinten ihnen und ihrer wissenschafft dadurch ein sonderli-ches