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werckstückgefttzet wird/ und die Hangende bley-schnür mitder aufvas brer gerissenen link oder strich gcrad eintrifft, sowird daraus erkannt, daß das iagcr der schwelte rc. wagrechtsey. Dieses werckzcug kan auch aus zwey stücken von hochoder meßing bestehen, die in einem mitte!-Punct zusammengefüger sind, und wie ein zirckcl auf-und zugethan werdenkönnen, die bicy-schnür aber aus dem mittcl-punct herabhangt, s ö/arr. Die bley-wage der steinfttzcr bestehet auseinem geraden hoch von c>. fuß, in dessen mitte ein kürzereswinckel-recbk befestiget, an welchem die schnür mir dem scnck-bley den hang oder die ebene aufvorbeschriebene weise anzei-get, wenn das lange stück aufdas psiaster gcsctzct wird. Diewassev-wage wird gebraucht,wo wasscrieitmige sollen ange-legt werdenden fall des Wassers abzumesseii.Di'escibe ist man-cherley, und weit daran viel gelegen, und leicht gefehlet wer-den kan, haben die grössesten künfcter in der Xko-cK^nic steh be-mühet,durch ihre erfindungcn dieses inckrumenc zu möglich-ster Vollkommenheit zu bringen. Eine gemeine und schlech-te art derselbe» ist, die aus einer röhre von knpffer und blechbestehet,etwa 4.f»ß laug,und eines gute Zolles weit, welche anbeyden enden winckcl-recht umgebogen, und darein gläserneröhre» vonz. zoll gestcllct werden. In der mitten hat sie ei-ne hülse, an welcher sie auf einem gcstcll auf und nieder kangerichtet werden. In die röhre wird wasscr gegossen, so lan-ge bis es in den gläsernen röhrlein kau gesehen werden. Eineandere art ist von einer gläsernen röhre, die an beyden ende»vermacht, und auf ein linial befestigt ist, an welchen, sie be-wegt wird. Das auf dem eingeschlossenen wasser spielendebläßlein zeiget an., daß die röhre wagrecht stehe, wenn es sichrecht in der mitten sehen läßt. Noch eine andere art wirdmit iufft und einem km-ssiEiv; ferner mit einem senck-bley und kertpoktiv; noch mit einem senck-bley und spie-geln verfertiget, welche alle und noch andere Lion ausführ-lich beschreibet. Die crstndung der ersten wird dem Dt-evc-«or, der zweyten dem kü»F«M,die dritte dem bey-gelegt. Nivellement, welche»
//,>e heraus gegeben. Nach obigen hat auch der be-rühmte ^srllemmicns und leteclirniens zu Leipzig, HerrLcupold, eine neue erfindung heraus gegeben. Bey derartollerie hat man auch eine bley-wage, wvrnach die stücke ge-richtet werden, selbe ist zu sehen bey L,'o».
Bley-iveiß, Leruilh,kluinl>SIu:
Eine weiche,glä»tzende,bley-farbigc Materie, die aus bleydurch scharffcn eßig zu unterschiedlichen gebrauch bereitetwird. In den avvkheckcn nimmt man das biey-rvciß untersalben und Pflaster. Bley-weiß mit rvftn-öl vermischt, undin einem blcycrncn mörsel zur salbe gemacht, ist äusserlich inentzündungen, Verbrennungen und güldenen ader sehr gut;wann man nehmlich den hitzigen orr damit bcstreichet. Diewund-ärtzte brauchen es gern zu den wnnden, weil es dasfleisch wachsend macht, und das faule heraus frißt. So sindauch die bieywciß-stangen zum zeichnen und schreiben aufweiß und schwach pappier überaus bequem.
Bleywiivff, Bley-loth, Bley - schnür, Lolis, Ist
das an einem langen stricke oder fiarcke» Linvsaden angemach-te bley, damit man die liessen der wasser ergründet und erfor-schet, welches die schiffcr loten hcissen.
Bley-zappen. Sind runde eisen, Meiner feiten breit, wer-den in den ruun-baum gestecket, daran erz und berge herausgezogen werden. Rößl.
, Blicken. Wenn das Wer auf dem heerde hell undklar wird, so überläufft zuvor die rbthe mit weißen blume»gar geschwinde, welches man klicken oder den blick thunheissef. Rößl.
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Blick-silber. Ist der kuchc, so vom treibe-hecrd'genommenwird. Die marck von, blick-süber halt kaum .i4^,?ja:öfftersnur 14. loth.
Blrndren, s Bilder-blindten.
!Blindschleich,(l!eecu1skerz-,eus,L«cHla,^mp!nsll« nL:^r-^S-che,-rc. Eine art gifftiger schlangen, von der die altenmeyneten, daß sie zwey kopffe hätte, welcher irrthuin aber da-her gekommen zu seyn scheinet, weil dieses thier hinter undvor sich geht. 6e/».
Sittz, Wetter-leuchten: k°n!gu-, kulmen: Der
helle schein, der im donner-weiter zwar zuaicrch mit demknall geschieht, aber viel eher gesehen, als jener gehöret wird.Es entstehet der blitz aus einer durch das gewaltige zusam-menstoßen der wolckcn verursachten entzündnng derjenige»salpetrichten, fetten und schweflichten dünste, so im sommeraus der erde in die lufft hinauf steigen; Und diese entzünde.- 'te mareric, so gemeiniglich zur feite aus den wvlcken bricht,und also schräg durch die lufft hernieder fährt, pflegt alsdannalles das, was ihr entgegen steht, zu zerschmettern,oder anzn-züuden.Und das scheinet die wahre Ursache zu seyn,warum derdonner mehr in die hoch gelegene berge, bäume, thürne, Häu-ser, als niedrige; liesse gründe schlüget. So ist auch öfftersder blitz oder die entzündete Materie von so gewaltiger, subti-ler und recht bewunderns-würdiger krafft, daß er zuweilendas glaß in de» fcnstern ohne das bley zu beschädigen, oderdie degen-kiinge» ohne Verletzung der scheiden,das gold in denlaschen geschmvltzen, und den wein in den säffern verzehrethat. Den fruchten, bäume» und mensche» kan der blitz auchsehr schaden, doch soll man sich wider denselben durch die ro-the corallessbcwahreu können. Schnöd. ^». L-l-s/r.LlocMcie, s. EtttjchltcMmZ.
NuilirL?, N»-/Üe. Wann etwas, so da verdecktseyn solle, bloß und unbedeckt ist.
Blöße. Das unbedächtliche und unmäßige holtzschlagen ver-ursachet denen sonst dickeste» wäldern grosse, schändlicheKlößen. Envlow.
Blöße. Wann man im fechten seinen leib wider seines geg-ncrs klinge nicht vorsichtig gnug verwahret und bedecket, sosagt man, daß man ihm zu viel Klöße gegeben habe, welcheman aber durch ein vvrthciihaffces iager.-machen und ver-nünfftiges tkrlngiren leicht verhüten kan. Hiervon nun finddieredens-arten entstanden: Er giebr sich zu sehr blos,er zeiget seine Klöße, das ist, er läßt seine schwaclcheit,Man-gel, Metten, u. d. g. zu sehr merckcn.
Stühe,Blüthe, Klos, Sinddieblümgendcr obst-tragendcn bäume, und anderer gewächse, die den ersten ansatzzur krucht selbst machen. Aus dergleichen biühe können vie-lerlei) heilsame und gesunde wässcr und träncke bereitetwerden.
SluMe, I-lns, Insgemein dasjenige theil einesgewachscs, aus welchem der saanie entstehet. Ins besondereeine pflanke, die allein um der blüthe willen gcbauet wird.Diese letztere sind an gestalt, färbe und geruch mannigfaltig,doch mag man allesamt füglich zu dieser dreyfache» gattunzbringen, als nemlich zwiebel-gewächse, deren wurtzcl einerechte zwicbcl ausmacht: Lnollige, deren wurtzel knollichtist, und endlich zasichre, die eine faserige wnrtzelhabe«. Dieerste und anderegattung kan offtcrs, wann man ihrer wohlpfleget, lange dauren, die letzte aber sind theils Winter - theilssommer- gewächse. Die blumcn müssen nicht nur unsereselderund gärten zieren, und also unsere äugen vergnügen,sonder» Well mich UMM leibern manches bewährtes artze-N 2 uey-