glaublich und unmöglich seyn, daß Amerika erfunden wordenist, denn es blieb noch länger als 1700 Jahr unerfunden.Ich dächte «her , die izige i'oo jährige Verstokung der Judenund Beharrung beym Judenthum sey etwas so unglaubliches,daß ich sie, ohne die stärksten historischen Beweise und denklaren Augenschein, nicht glauben, rum voraus aber wahrhaf-tig nicht erwartet, sondern wol den, der mir so etwas hättevorhersagen wollen, für einen falschen Propheten gehalten ha-den würde. Es hat dieselbigen Bücher des alten Testaments,aus denen wir die Beweise der christlichen Religion nehmen:gesezt, wir irreten darin, oder die Beweise wären nicht so ein,leuchtend, so ist doch klar, daß man Jesajam schwerlich lese»kann , ohne Jesum von Nazareth, den Stürzer der Abgölte«rey, in ihm zu erkennen; und schwerlich das neunte CapitelDaniels, ohne einen Verdacht zu fassen, der Meßias mäßeschon gekommen, um die Zeit der Zerstörung Jerusalemsschon da gewesen seyn. Dies Volk gesteht ein, was der Na-turaliste oder irgend ein vernünftiger Widersacher der christli-chen Religion nie eiugesfthen wird, daß die Wunder historischwahr sind, die die Evangelisten von Christo erzählen t ist esbegreiflich , wie ein solches Volk 1700. Jahr lang so fest beyseiner Religion beharren, und die christliche verwerfen kann?sonderlich, da eS scheint, seine 1720. jährige Zerstreuung müß-te ihm feine Religion, oder vielleicht gar die Göttlichkeit derSchriften Mosls und der Propheten verdächtig machen, weilin diesen Gott ihnen zeitliche Glükseligkeit und einen blühen-den , stchtbarlich von ihm gesegneten und geschüzten, Staatin Palästina verheißet, so oft sie sich dessen nicht durch einenNativnalabfall von Gott unwürdig machen. Dazu kommt noch:sie wohnen uüter Christen, und können nicht anders als inmanchen Stäken deren ihre Denkensart annehmen: zeitlicheVortheile halten sie von der christliche» Religion und unpar-theyischer Untersuchung der Wahrheit nicht ab, vielmehr könn-ten sie versucht werden, um zeitlicher Vortheile willen dasChristenthum anzunehmen, wenigstens zu wünschen, daß sie
Gründe