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re; Luther allein blieb unverzagt, und richtete Me-lanchrhon und seine Schüler auf; die Fürsten wurdenvon ihm ermähnt, die Sache, die sie erst kürzlich nochmit so vieler Kühnheit behauptet hatten, nicht aufzu-geben , und seine Ermahnungen machten tiefen Ein-druk auf sie.
Sie versammelten sich zu Schmalkalden, inder fränkischen Grafschaft Henneberg, und schloßendaselbst ein Bündniß, sich samt und sonders gegen al-le, die sie angreifen würden, zu vertheidigen; durchdiese Verhandlung machten die protestantischen Reichs»stände einen besondern politischen Reichskörper aus.
Sie unterhandelten sogar mit Frankreich und ,England, um sich ihren Schuz und Beystand für die-se Konföderation zu erbitten, und bekamen durch ihreStandhastigkeit, Eintracht, und Klugheit eine sogroße politische Starke, daß der Kayser ihnen günsti- ^ge Friedensbedingungen gab, (iZzi.) die von eineröffentlichen Toleranz ihrer Religion wenig verschiedenwaren.
In einer Zeit von vier.Jahren ward der schmal«kaldische Bund durch den Beytritt vieler neuer Glieder*noch stärker und furchtbarer, und weil dieses Corps ^noch immer auf seiner Hut seyn mußte , und in dieAbsichten des Kaysers ein Mißtrauen sezte, so erneuerteund verlängerte es den Bund auf zehen Jahre. (1535.)
Nach
* Die Herzoge von Pommern, Würtemberg, Braun«schweig, die Graten von Mannsfeld und Nassau,viele Reichsstädte, später auch der König von Däne-mark, der Churfürst von der Pfalz, u. a.