221
»«t
Htch
Gtz
e»l lri»AH
ki»iL
ich»!»dß!?
idllllji!>I IM!Mj«>W«l»
rD» ^
M»'
-
d >« !>K«M
l-Ä
xj»
Nach dem Tode Georgs, Herzogs von Sachsen,der ein von den Ehur-Landern abgesondertes sehr an-sehnliches Gebiet besaß, und ein geschworner Feindder Reformation überhaupt, und ein persönlicher FeindLuthers gewesen war, berief sein Bruder Heinrich,Georgs Erbe, Luthern nebst einigen protestantischenLehrern gen Leipzig, und stürzte nach ihrem Ratheund unter ihrem Beystände in wenigen Wochen in sei-nem ganzen Gebiete den römischen Kultus. (1539.)Ueberall war nun in Sachsen die Reformation einge-führt.
Im folgenden Jahre kam es zu einer Conferen;zwischen den päbstlichen und protestantischen Theolo-gen , die aber fruchtlos ablief, weil die römischeParthey i'm Punkt der Gerichtsbarkeit, wo das Anse-hen des päbstlichen Stuhls im Spiele war, und imPunkt der Carimonien des Gottesdiensts, wo alle Ver-änderung öffentlich geschehe» mußte, mit Ehren nichtnachgeben konnte.
Die protestantische Ligue hatte sich indessen somächtig gemacht, daß es dxs römischen Kaysers unddes römischen Königs Jntercße war, sich dieselben ge-wogen zu machen; jener verlangte von diesen FürstenBeystand gegen Frankreich; dieser bedurfte ihrer Hül-fe zur Vertheidigung von Ungarn gegen die Türken;beyde fanden es deßwegen nothwendig, ihrem Betra-gen eine Weile durch die Finger zu sehen, und sichdurch Beweise von Nachsicht um ihre Gunst zu bewer-ben. Diesen Ursachen hat man es demnach zuzu-schreiben, daß der Reichsabschied zu Speyer all-
ehemaligen