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und noch weniger ihn zu wägen und zu schäzen. Eswird auch gewiß in unsern Zeiten, wo ein beynaheallgemeiner Unglaube an Religiosität, die weder Heu-chele») noch Schwärmerey ist, herrschet, wo je längerje weniger Menschen es begreifen oder glauben können,daß irgend jemand aus reinreligioser Empfindung, insteifer Hinsicht auf etwas Unsichtbares und Himmli-sches etwas nahmhafter thun und aufopfern könne,wo man im Gegentheil jede That und jedes Opfer derArt schon zum voraus aus menschlichem Ehrgeiz, Vor-drang und Stolz, oder aus Täuschung der Einbil-dungskraft erklären würde, da wird es, sage ich, ge-wiß das Schiksal eines künftig etwa auftrettenden re-ligiösen Geistes seyn, von Tausenden mißkannt, undTartuff und Narr eins ums andre herumgetragenzu werden; doch uns ist dießfalls nicht bange; dieWeisheit würde sich immer bey den Kindern derWeisheit rechtfertigen; wer alsdann Augen hätte zusehen, würde es sehen, und wer Ohren hätte zu hö-ren , würde es hören.
Wir haben nur noch auf eine Frage zu antwor-ten, die sich über Reformation und Reformatorenmachen läßt. Wer, wird man sagen, soll denn dareformiren, wo noch nie reformirt ist, und da wonoch mehr zu reformiren wäre, und da wo wiederaufs neue verbeßert werden sollte? Unberufen nie-mand, dünkt mich, ohne Geisteskraft niemand; derunberufne Reformator, der Gesandte ohne Kreditiv wirdnimmermehr etwas unverwerfliches schaffen, seinWerk würde ein menschliches Beginnen ohne Bestand
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