ihm rede, daß Er handle —- zweifelte, prüfte.Beweist forderte. Es gehört mit zum Charakter un-sers schüchtern höflichen Jahrhunderts — das wahr-haftig so gar gegen Gott >—> nichts weniger als treuist, dagegen aber — desto höflicher zu seyn, affekrirt-— — diese Prüfungen, Vewcißforderungen, diesenähere Anbringung an die sich offenbarende Gottheit- als Unbescheidenheit, Unhöflichkeit, Gotteöver-suchungen -— zu verwerfen, oder zu verbitten. Nichtso die biblischen Männer Gottes. Nicht so die Be-ther Moses, Abraham, David, Samuel, Gedeon,Manoah, u. s. f.
Nur die tadelt die Schrift, die bereits genüg-same Data der redenden oder handelnden Gottheit vorsich sehen — und nicht damit zufrieden sind; nichtglauben, weil sie nicht glauben wollen, oder, dieohne Drang des Bedürfmßeö, aus bloßer Neugier undWundersncht, ohne Beruf, ohne Absicht zu lernen,ohne Wahrheitsliebe Wunder oder neue positife Offen-barungen Gottes verlangen -— Gott vorschreibe»,was er, ausser Noth, ausser dringenden Umstanden—— thun oder nicht thun soll. Mit kaltem Bluteines neugierigen Wanderers, ohne Beruf, ohne Drang,ohne Bedürfniß, ohne Sehnsucht nach Gotteskennt-niß , Gotteserfahrung tritt der Satan zu Jesu — undspricht: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß die-se Steine Brod werden; bist du Gottes Sohn,so stürze dich von der Zinne des Tempels , — un-erklärlich ist's mir, Schloßer, und handgreiflicher Be-weist von der Gewalt der Gewohnheit, blindlings
Blinden