Band 
Erster Band.
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thut'S darum nicht, weil er dem Herrn zu rnisfallenfürchtete und für das, was er isset, danket er Gottauch. Keiner von uns lebt ja sich selbst und keinerstirbt sich selbst. Leben wir, so leben wir dem Herrn; ^

sterben wir, so sterben wir dem Herrn <— lebend undsterbend gehören wir dem Herrn. Darum ist ja derMeßias gestorben und zum unsterblichen Leben wiederauferstanden, daß er über alle, über Lebende undTodte Herr sey.

Ferne also, daß wir einander verurtheilen, oderverkleinern! Nur der Meßias ist Richter — vor sei-nem Richterstuhl müßen wir alle erscheinen , nach je-ner Schriftstelle: „So wahr ich lebe , jedes Knie soll„sich mir beugen! jede Junge soll Gott anbethen!" *Jeder wird also für sich selbst Gott Rechnung geben !müßen. Darum wollen wir einander nicht ferner ver-urtheilen, vielmehr darin« strenge gegen uns selbst ,seyn, daß wir keinem unserer Bruder zum Anstos, oderzur Aergernis werden.

Ich bin durch Christus fest überzeuget, daß anstch eigentlich nichts unheilig und unrein ist; nur dem,der's dafür halt, ist es unrein. Kränkst du aber dei-nen Bruder durch das Essen einer Speise, deren Ge-nuß er für unerlaubt halt, so übertrittest du das Ge-st; der Liebe. Wolltest du wohl deinem Fleischessenden aufopfern, für den der Meßias gestorben ist!

Seht also zu, daß der Gebrauch euerer Freiheitandern nicht Aulas zur Verlasterung derselben gebe. -Denn von allem mit Ueberzeugung essen und trinken >

macht