Band 
Erster Band.
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durch die Starke seiner Hofnung und Entschließungganz gesammelt und vorbereitet. Keine Ungeduld beyseinen heftigen Schmerzen, keine bittern Klagen, ganzstille, ruhig und muthvoll erwartete er sein Ende.Nichts, als die Worte rief er zuweilen aus: die un.

würdige Hand — --Herr Jesu, nimm

meinen Geist auf--- —-

So starb Kranmer 1556. in dem sechs und sie-benzigsten Jahre seines Alters.

Ich weiß nicht, ob es meinen Lesern geht, wiemir, nie konnte ich diese Geschichte ohne die tiefsteBeklemmung lesen; schon als Jüngling blutete mirunterm Lesen derselben das Herz, und gerad izt, undso oft ich mich ihrer erinnere, macht sie eine unbe-schreibliche Sensation auf mich. Allemal demüthigtsie meinen Stolz, allemal ist sie mir ernste Warne-rinn und Bestraferinn meines petrinischen Uebermuths»In der Tiefe der Selbsterkenntniß, in die mich dieseGeschichte hineinführt, 0 ich kann's begreifen, wieman so fallen kann. Gott weiß, was ich zu reden,zu schreiben und zu thun fähig wäre, wenn ich miteinem Scheiterhaufen bedrohet würde; Und so denk'ich, haben wir alle unsre Blöße, und von dieser Seiteberührt werden wir leicht und bald schwach, Heuchler,Bbswichker. Ich kann mir kaum etwas feigers, herzlosers,ja verruchters denken, als vorsäzliche, wissentliche Verslaugnung einer mit Ueberzeugung geglaubten und an-erkannten Wahrheit, — und doch —- und doch —-

0 lieben