Band 
Erster Band.
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Eine andere Begebenheit, die vielen Einfluß aufdie Bildung »seines Gedankensystems hatte, ist die,welche ich izt erzählen will. Ungefähr um diese Zeitfügte es sich, daß er als ein Jüngling von siebenzehnJahren in Bekanntschaft mit Inspirieren kam. Einerunter diesen erzählte ihm, wie viele Menschen durchdie Reden der Jnspirirten schon waren gerührt, undauf einen andern Entschluß gebracht worden. Dießmachte ihn sehr aufmerksam, besonders wenn er dieSta ndhaftigkeit dieser Leute bedachte, welche Banden,Schlagen und Eefängnißen im Vertrauen auf ihre gu-te Sache trozten. Eigentlich ists freylich nicht wun-derbar, daß Schwärmer der höchsten Standhaftigkeitfähig sind, allein einen Jüngling, besonders einen Jüng-ling von feuriger Einbildungskraft, der dabey ein gu-tes Herz hatte, konnte dieß leicht rühren und wenig-stens einigermaßen zum Vortheil der Jnspirirten ein-nehmen; da er vermuthlich nicht wußte, daß das,was er an ihnen bewunderte, gemeiniglich die Art al-ler Schwärmer ist. Er verglich ihren Ernst, die Sa-che Gottes, für die wenigstens sie ihr Werk hielten,zutreiben, mit der Gleichgültigkeit vieler protestanti-schen Lehrer, die er bisher zu kennen Gelegenheit ge-habt hatte; und sie gewannen in seinen Augen nochmehr, er fand sie den Aposteln viel ähnlicher, als die-se. Doch entschloß er sich, noch nicht geradezu zuentscheiden, sondern vorher noch mit möglichstemFleiß zu untersuchen, ob sie wirkliche Knechte Gottes,oder von ihrem eigenen Geiste betrogen seyen? Des-wegen kaufte er sich ihr Buch von Inspirationen an,

und