von Corsica. Z5
Ich werde aber bey dem Capitel von der Handlungder Corsen noch mehr davon sagen.
Corsica hat anBieh einen eben so großen Ucberflußals andere Lander. Die Pferde sind hier überhauptVon kleiner Gattttng. Procopiüs *) in seinen Krie-gen der Gothen saget, daß sie Heerdenweise herumlaufen, und nicht viel größer als Schaase sind.Doch sind sie besonders munter und sehr muthig;und haben etwas ähnliches von den Kleppern inWallis, oder kleinen Pferden, die man in denHochländern und Inseln von Schottland findet: ichhabe auch Corsische Pferde von beträchtlicher Höhegesehen. Die Esel und Maulthiere sind hier eben-falls klein, aber sehr stark und ausnehmend geschicktdie steilen Felsen hinaus zu klettern; da man aufdieser Insel wenige oder gar keine gebahnten Stras-sen antust. Der Herr Alexander Dick, dessen Ei-fer für die Verbesserung der Strassen seinen Lands-leuten wohl bekannt ist, bemerket, daß dieses fürdie Corsen während der Zeit, da sie noch ihre na-türliche Freyheit vertheidigen müßen, kein wirkli-cher Verlust ist. Wäre ihr Land offen gewesen, sowürde man sie durch reguläre Truppen leicht bezwun-gen haben. Man muß es gewißcrmassen den rau-hen Hügeln zuschreiben, daß das alte Schottlandseine Unabhängigkeit ehemals behauptet hat.
Die Kühe sind verhaltnißmassig größer als diePferde, aber der gröste Theil der Insel ist keine guteC 2 Wei-
*) äs Lell. Qstb. lib. IU> »4>