von Corsica.' 115
gegen sein Vaterland zu fassen, und dieUntcrdrü-kung, worunter es feufzete, zu empfinden.
Da nun die Patrioten durch den Marquis vonMaillebois gänzlich unterdrückt waren; so nahm derVater den jungen Paoli zu sich nach Neapel, wo»selbst er nicht nur den Vortheil hatte, die Acadcmie;u besuchen, sondern auch bald eine Osncicrstelle er-hielt, und sich bey Hofe sehr beliebt machte.
Hier lebte er zwölf oder dreyzehn Jahr, undlegte bey dem Wachsthum seiner Talente, womitihn die Natur begäbet hatte, den Grund zu demgroßen Plane, den er sich zur Befrcyung seines Va-terlandes sehr frühzeitig gebildet hatte.
Sein Ansetzn wurde bey den Corsen so groß,daß er die dringendsten Einladungen erhielt zurück zukommen, und das Commando zu übernehmen. Ergieng auch wirklich durch eine edelmüthige Ehrbe-gierde gereitzet, und bey der Betrachtung der Ge-fahr, der Sorgen, und des ungewissen Glückes, de-nen er entgegen gehen wollte, unerschrocken zuSchiffe, um das rühmliche Vorhaben auszuführen.
Der Abschied von seinem Vater war insonder-heit sehr rührend. Der alte Mann, ein Greis vonvielen Jahren, fiel ihm um den Hals, küßte ihn,gab ihm seinen Segen, und sprach ihm mit gcbroch-ner schwacher Stimme noch Muth zu, in Absichtauf die Unternehmung, in welche er sich einlassenwollte: „Mein Sohn, sagte er, ich werde dich„vielleicht niemals wieder sehen; aber ich werde alle-zeit in Gedanken bey dir seyn. Dein VorhabenH 2 „ist