von Corsl'ca. 167
„verliehe Ergebenheit gegen den heiligen Stuhl zei»„gen wollten. Sie bateir aber zugleich um Erlaub»„niß, zu sagen, daß keine Verfügung, welche der„Papst wider die geistlichen Uebel in Corstca treffen„würde, ohne Zuziehung der Republik, vollzogen„werden könnte».
Die Corsen, welche glücklicher Weise einensolchen Beystand von der Kirche erhielten, lachtenüber diese gezwungene und künstliche Vorstellung.„Hier ist die Statue des Ncbucadnezars, sagten die„Corsen, das Haupt ist von Golde, und die Füße„sind von Thon. Man fangt mit Eomplimenten^ „an, und höret mit Drohungen auf» *).
Der neapolitanische Hof befand es für gut, sichzum Vortheil vor Genua darein zu legen. DerCardinal Orstni, der neapolitanische Minister amrömischen Hofe, that ebenfalls Vorstellungen, undein tiefsinniger und schwermüthiger genuesischer Ca-nomens ließ zu gleicher Zeit einen; sehr langen undmit häufigen Citationen angefüllten theologisch - kano-nisch-und politischen Discurs drucken, und bildetesich ohne Zweifel ein, daß sein Werk unwiderleglichsey. Allein, der Papst beharrete auf seinem ge-faßten Entschlüsse, und schickte den Herrn CäsarCresccntius de Angelis, Bischof von Scgni, alsapostolischen Vlsitator nach Corstca.
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») Diese Worte sind aus derjenigen Schrift genommen,welche bey diesen Streitigkeiten im Jahre 1760 unterdem Titel rum Vorschein kam: d/lsnifctlo 6cila lere-lütlimL rcxubbljca cli Leiasva con le rigolte eil euiLorlc».