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von Corsica.
mir, daß sie eben nicht viel Kugeln brauchten, weilder Corse, wie er sagte, nicht eher schießet, als biser das Ziel gewiß gefaßt hat. *)
Die Corsen sind ohne Zweifel schon von Naturdazu bestimmt, daß sie zur See stark seyn sollen, in»dem sie viele gute Hafen und vortrefliches Bauholzhaben; sie haben aber zur Zeit bey dem Schiffbaunoch keine hinlängliche Einsicht, noch Geld gemH,geschickte Arbeitsleute ^unterhalten. Es fehlet ihnendemungeachtet nicht an kleinen Schiffen, unter deneneinige noch eine ziemliche Größe haben. IhreSchiffsangclegenhciten werden durch den GrafenPeres, den man den Großadmiral von Corsica neu»neu kann, mit vieler Klugheit und Einsicht regieret.
Wir haben bereits oben bemerket, wie reichCorsica an natürlichen Produkten sey, so daß keinZweifel ist, daß diese Insel nicht einen beträchtlichenund ausgebreiteten Handel mit Oel, Wein, Honig,Wachs, Salz, Castanien, Seide, Harz, Vux«bäum, Eichen, Fichten, Porphyr, Marmor vonverschiedener Art, Bley, Eisen, Kupfer, Silberund Corallen treiben könnte. Gegenwärtig aberfängt der Handel erst an unter den Corsen aufzublü-hen. Man findet bey ihnen eine große Menge vonCorallen, und zwar von allen drey Arten, rothe,meiste und schwarze. Den Juden zu Livorno, welchedaselbst eine Corallenmanufaktur angeleget haben,ist es ausschließungsweise von den Corsen erlaubetworden, diesen Handel zu treiben; dargegen findeteM 5 der
*) H Lorto non rir», te non e ticma äst tuo colxo.