einer Reise nach Corsica. 26z
sica noch eine nöthige Vorsicht ist. Ich gieng dahernach dem Abendessen mit dem Prior nach Sorte indas Haus des Großkanzlers, welcher sogleich befahl,daß man mir einen Paß unverzüglich schreiben sollte,und wahrend der Zeit, daß dcr Secretair ihn schrieb,unterhielt er mich mit Vorlesung einiger besondernUmstände der allgemeinen Berathschlagung. Dader Paß fertig war und untersiegelt werden sollte,so bemerkte ich mit Vergnügen eine schöne und na-türliche Handlung. Der Kanzler sagte zu einem klei-nen Knaben, der in dem Zimmer, wo wir waren,fpielcte, daß er zu seiner Mutter laufen und dasgroße Reichssiegel holen sollte. Ich bildete mir hirr-bey ein, daß ich in dem Hause eines Cincinatuswäre.
Am nächsten Morgen reisete ich in guter Ord-nung ab, und hatte vortrefliche Maulesel, und mun-tere trefliche Führer. Die würdigen Vater desKlosters, die mich auf die liebreichste Art als ihrenGast bewirthet hatten, wollten mir auch einen Ver-rath an Speisen auf die Reise mitgeben, und siepackten mir auch wirklich einen Kürbis voll ihresbesten Weines und einige wohlschmeckende Granat-apfel auf. Meine corsischen Führer schienen soaufrichtig zu seyn, daß ich oft abstieg und mit ihnengieng, und eben das that, was ich sahe, das sietha-ten. Da wir hungrig wurden, so würfen wirSteine unter die dicken Zweige der Kastamenbämne,die uns überschatteten, und brachten auf diese Weiseeinen ganzen Platzregen von Kastanien herunter,R 4 womit