272 Tagebuch
Unterschied zwischen uns, und hatte täglich einigeStunden lang den vertrautesten Umgang mit ihm.
Ich schrieb gleich nach meiner ersten Abreisealle Abende sorgfältig auf, was ich des Tages überbemerket hatte, und brachte soviel zusammen, daßich bey müßigen Stunden das Beste davon auslesenkonnte.
Die wichtigsten und schätzbarsten von diesen be-sondern Bemerkungen sind ohne Zweifel so wohl mei-nen Lesern, als auch mir selbst, die Nachrichten undmerkwürdigen Reden des Paoli, deren ich mich mitVergnügen erinnere.
Einsmals, als ich von dem korsischen Kriegeredete, sagte er: „mein Herr, wenn der Ausgang„glücklich ist, so wird man uns große Vertheidiger„der Freyheit nennen. Ist aber der Ausgang un-glücklich, so wird man uns als unglückliche Rebel-len ansehen„.
Die Franzosen machten ihm den Vorwurf, daßdie corsische Nation keine regulairen Truppen hätte.„Wir wollen keine haben, sagte Paoli. Wir wär»„den alsdenn nur die Tapferkeit dieses oder jenes„Regiments bemerken können. Jetzt ist bey uns„ein jeder einzelner Mann wie ein ganz Regiment.„Sollten aber die Corsen rcgulaire Truppen aufrich-ten, so würden wir diejenige persönliche Tapferkeit„verlieren, die so viele Thaten unter uns gemittet„hat, welche in einem andern Lande einen Feldmar-„schall berühmt machen könnten».
Ich