einer Reise nach Corsica. 277
kommenen und artigen Mann zu sehen, indem ich,ob ich gleich vorher gewußt, daß ich einen großenMann sehen würde, doch geglaubet hatte, einennoch rohen Charakter, einen Attila, König derGo-rhen, oder einen Luitprand, König der Lombarden,anzutreffen.
Ich bemerkte, daß er, ungeachtet seines gefäl-ligen Lächelns und freundlicher Miene, doch nie-mals laut lachte. Ich kann zwar nicht sagen, obdas laute Lachen in der Gesellschaft ein Zeichen derSchwäche oder der Grobheit ist; allein, ich habe dochbemerket, daß wirklich große und vollkommen gesit-tete Männer selten darein fallen.
Die Mannichfaltigkeit, und ich mag wohl sa-gen, die Flüchtigkeit des Gemüthes von diesemgroßen Manne ist erstaunend. Eines Tages, da ichihn vor dein Mittagseffen meine Aufwartung mach-te, fand ich ihn in einem Zirkel von seinem Adel,und einen Corscn, der vor ihm wie ein Missethäterbor seinem Richter stund, in großer Hitze und Be-wegung. Paoli wendete sich so gleich zu mir, mitden Worten: „Mein Herr, es ist mir lieb, daß„Sie kommen. Ihr Protestanten redet virl wider„unsere Lehre von der Transubstantiation. Sehen„Sie hier das Wunder der Verwandelung. Ein„Eorse ist in einen Genueser verwandelt. Dieser„unwürdige Mensch, der ietzt vor mir stehet, ist„ein Corse, der lange Zeit als Lieutenant unter den„Genuesern in Capo Corso gestanden hat. Andreas„Dona und alle ihre großen Helden konnten nichtS z „eifri-